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Hofprodukte zum Kaufen gluschtig fotografieren

Beim Verkaufen zählt nicht nur die Qualität eines Produktes, sondern auch die Präsentation. Das gilt auch für Fotos auf der Website.

Ein rohes Suppenhuhn in der Vakuum-Verpackung. Brote dicht an dicht in einem dunklen Ofen: Der Geschmack dieser Hofprodukte mag einmalig sein, doch auf der Website wirken sie nicht sehr ansprechend. «Die Produkte ins richtige Licht zu setzen, ist genauso wichtig wie der Inhalt», sagt Claudia Schilling, Food-Fotografin, -Stylistin und -Bloggerin aus Basel.

Dazu braucht es nicht viel. «Auf den meisten Höfen ist alles da, um das Produkt in Szene zu setzen, wie etwa die Natur, eine ungekünstelte Umgebung sowie passende Accessoires.»

Die erste Frage beim Herstellen von Produktefotos ist laut Claudia Schilling: Was will man mit den Bildern vermitteln? Dazu gehören meist Stichworte wie:

  • Direkt vom Hof
  • Erntefrisch
  • Regional
  • Saisonal
  • Naturnah
  • Feld/Stall
  • Handgemacht

Das Handy reicht

Hofprodukte zum Kaufen gluschtig fotografieren
Wirkt frisch und echt: Eine Person hält das Produkt in den Händen, eine zweite fotografiert. Das geht mit Obst und Gemüse genau so gut wie mit Brotspezialitäten.

Eine spezielle Ausrüstung oder eine Spiegelreflexkamera sind nicht zwingend für gelungene Bilder. Ein neueres Handy reicht oft aus. Hingegen lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren in die Suche nach einem geeigneten Ort mit gutem Licht. Bewährt hat sich zum Beispiel:

Halten: Eine Person hält das Produkt in der Hand.

Hintergrund: Das Produkt vor einem Hof-typischen Hintergrund fotografieren, wie einem Stall, einer Wiese oder Tieren.

Untergrund: Das Produkt auf einen alten Tisch legen oder einen Stuhl oder eine Bank mit Gebrauchsspuren.

Und aus welchem Winkel fotografiert man am besten? «Das Produkt von oben oder frontal zu fotografieren, wirkt zeitgemäss», erklärt Claudia Schilling weiter. Zudem regt sie an, die verschiedenen Möglichkeiten der Handykamera auszuprobieren. So wird etwa der Hintergrund im «Porträt»-Modus unscharf, was den Blick auf das Hofprodukt im Vordergrund lenkt.







Essen stylen

Auch fürs «Food-Styling» kennt die Fotofachfrau Tipps und Tricks, die auch für Laien geeignet sind. Zum Beispiel:

Hofprodukte zum Kaufen gluschtig fotografieren
Im «Porträt»-Modus fotografiert, sind die Quitten im Korb deutlich zu sehen. Rohes Fleisch mit Kräutern und Salz spricht an, genau wie das Arrangement des unverpackten Produkts neben der Verpackung.



Fleisch: Mit Kräutern auf einem Brett oder Backpapier anrichten. Mit Salz und Pfeffer garnieren.

Milchprodukte: Joghurt, Quark in einer Schale anrichten. Milch in einer Glasflasche zeigen, mit einem halbvollen Glas davor. Käse zusammen mit Brot auf einem Brett anrichten. Das Käsemesser dazulegen. Dazu passt ein Glas Wein oder Trauben. Bei Käse-Fotos macht sich ein dunkler Holzuntergrund gut.

Gemüse: Die Frischwaren in einem Korb oder einer Gemüsekiste präsentieren oder sie in der Hand halten. Oder das Gemüse auf einen alten, gebrauchten Holzuntergrund legen. Das Produkt für den Frischekick mit Wasser besprayen.

Generell wichtig sei ein einheitliches Erscheinungsbild der Fotos, erklärt Claudia Schilling. Es muss nicht für jedes Foto etwas Neues gesucht werden, im Gegenteil. Besser ist, die Produkte immer auf dem gleichen Untergrund, vor dem gleichen Hintergrund und aus der gleichen Perspektive zu fotografieren. «Das bringt mehr Ruhe in die Aufnahmen und verringert den Aufwand fürs Fotografieren.»







Weitere Informationen: www.smak.ch

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