ABO

Für ein Ja am 13. Februar: Die Medienvielfalt nützt dem Landvolk

Der Abfluss der Werbegelder fördert populistische Medien mit undurchsichtigem Lobbyismus. Es brauche deshalb auch im Interesse der ländlichen Bevölkerung am 13. Februar ein Ja zur Medienvorlage, schreibt unser Gastautor.

Seit je sind für die ländliche Bevölkerung Regionalzeitungen, Radio- und Fernsehstationen sowie neuerdings Online-Medien unsere ständigen Begleiter im Alltag. Sie wirken gerade angesichts pandemischer Einschränkungen belastender Einsamkeit entgegen.

Unterhaltung und Abwechslung

Das ist für viele Leute landauf, landab wohltuend, da ja Besuche mancher Art fehlen, ebenso öffentliche Anlässe und Vereinsaktivitäten oder andere Begegnungen. Weil dadurch viele Menschen (Betagte, Alleinstehende und Familien) einsamer geworden sind, verbreitet sich ein unangenehmes Gefühl. Attraktive Regional- und auch Bauernzeitungen, Radio- und TV-Stationen sowie Online-Portale vermitteln nebst Informationen auch gewünschte Unterhaltung und Abwechslung sowie das wohltuende Gefühl, trotz Widerwärtigkeiten mit dem regionalen Alltag und der übrigen Welt aktuell verbunden zu sein.

Der Medienwandel und der Abfluss der Werbegelder in internationale Kanäle bewirken leider noch mehr journalistischen Einheitsbrei, begünstigen populistische Medien mit undurchsichtigem Lobbyismus in Politik und Wirtschaft. Solches kann aber nicht im Interesse auch der bäuerlichen Bevölkerung und der demokratischen Meinungsbildung in Stadt und Land sein.

«Richtig und weitsichtig»

Ein Ja zum Bundesgesetz über ein Massnahmenpaket zugunsten der Medien, über das wir am 13. Februar abstimmen, ist deshalb richtig und weitsichtig. Damit können wir die Vielfalt unabhängiger Medien, kleine und mittlere Verlage, deren Arbeitsplätze und die Qualität ihrer Redaktion durch den Bund finanziell unterstützen. Schliesslich sollen die betroffenen Zeitungen noch zahlbar bleiben. Deshalb nützt auch Ihr Ja letztlich dem Land- und Bauernvolk.

Weiterlesen