Die Generalversammlung stand im Zeichen des 90-Jahr-Jubiläums der Zuger Bäuerinnen. Die Mehrzweckhalle Maienmatt in Oberägeri ZG war liebevoll dekoriert und mit 196 Teilnehmerinnen gut besucht. Musikalisch wurde der Anlass von den Jungmusikanten Alosen begleitet. Es durften ein reichhaltiges «Zmittag» und als krönender Abschluss die Geburtstagstorte genossen werden.
Leidenschaft leben
«Ihr seid das grösste Geschenk», mit diesen Worten eröffnete Präsidentin Regula Iten die Versammlung. Den Vereinsmitgliedern, Sponsoren und Unterstützern sei dieses Jubiläum zu verdanken. «Die Beteiligung aller macht es möglich, seit 90 Jahren die Leidenschaft für die Landwirtschaft zu fördern, weiter voranzutreiben und zu leben», führte sie aus. Mit 469 Mitgliedern dürfte diese Leidenschaft so bald nicht erlöschen.
Zweimal Premiere
Erstmalig präsentierten sich die Bäuerinnen beim «Zuger Chriesisturm». 17 Bleche «Chriesiwähe» wurden gebacken und innert 1,5 Stunden verkauft. «Spezieller Dank gilt da unserer Andrea Iten», erklärte Regula Iten. Die Vizepräsidentin nimmt regelmässig am Zuger Chriesisturm teil und habe vor Ort hervorragende Öffentlichkeitsarbeit geleistet.
Die nächste Premiere findet im laufenden Jahr im Oktober statt. Da wird der erste Zentralschweizer Apfelwähentag eingeläutet. In den Genuss der Wähen kam man bisher nur im Kanton Luzern.
Nebst Premieren kam es auch zu Dernièren. So gaben Martha Bircher, bisherige Ortsvertreterin Hünenberg, und Revisorin Renate Niederberger ihre Ämter ab und wurden von der Präsidentin verdankt. Neu wird Sandra Bircher das Amt von Martha Bircher übernehmen.
Weiteres Jubiläum
Im laufenden Jahr feiert der «Zuger Bürinne-Apéro» sein 10-jähriges Bestehen. Erika Bütler, Geschäftsführerin erster Stunde, berichtete vom vergangenen Jahr. «Ein intensives Jahr liegt hinter uns, wir mussten einige Klient(innen) gar vertrösten», resümierte Bütler. 47 von den gut 260 Einsätzen haben alleine im Juni 2023 stattgefunden.
So ist es nicht verwunderlich, dass die Zuger Bäuerinnen sowie der «Zuger Bürinne-Apéro» das Jahr 2023 mit einer positiven Erfolgsrechnung abschliessen.
Viel Lob von aussen
Abschliessend äusserten sich Marcel Güntert, Gemeindepräsident Oberägeri, und Frau Landammann Silvia Thalmann zur Bedeutung der Landwirtschaft und welchen Beitrag die Bäuerinnen dazu leisten. Thomas Rickenbacher, Präsident des Zuger Bauernverbands, sprach über die hervorragende Zusammenarbeit von Bäuerinnen- und Bauernverband. Auf die Frage, warum die beiden Vereine nicht zusammengelegt würden, hatte Rickenbacher eine klare Antwort: «Ein Nachteil einer Fusion: Die Bäuerinnen würden etwas von ihrem Glanz verlieren.» Speziell in sozialen Themen, Geselligkeit und Erholung könnte sich der Bauernverband eine Scheibe abschneiden. «Es ist wichtig, dass ihr eure Eigenständigkeit beibehaltet», betonte Rickenbacher.
Vizepräsidentin und Bildungsverantwortliche Jeanette Zürcher-Egloff vom SBLV empfand das Jubiläum nicht als selbstverständlich. Schliesslich stecke viel Arbeit hinter dem Pflegen eines Vereins nebst Haus und Hof. «Als grösster Frauendachverband der Schweiz setzen wir uns national für eure Anliegen ein», versprach Zürcher-Egloff. Mit Einsitz in über 30 Gremien und Organisationen hat der SBLV dazu viele Möglichkeiten.
Geschenke für alle
Regula Iten beendete die GV mit einer Überraschung für alle Anwesenden. Alle erhielten ein Tombola-Los und jedes Los war auch ein Gewinn. Knapp 200 Geschenke konnten, dank Sponsoren wie Swissmilk, Landi, Agrisano, aber auch den fleissigen Bäuerinnen, übergeben werden.

