Die Verwaltungskommission der Nutztierversicherungsanstalt Sanima hat die Versicherungsprämien für Schweine angepasst. Auf Antrag der Direktion der Institutionen, Land- und Forstwirtschaft, hat der freiburgische Staatsrat mit Beschluss vom 26. Januar 2021 die entsprechende Verordnung geändert, das heisst, die Prämien sinken für das laufende Jahr um zirka 15 Prozent.
Die Kosten liegen auf einem tiefen Niveau
Die Verwaltungskommission habe sich für die Prämienreduktion entschieden, da sich die Kosten für die Seuchenbekämpfung und -überwachung (Analysekosten, Tierarztkosten, Tierentschädigungen) für die Schweinegattung in den letzten Jahren auf einem eher tiefen Niveau bewegten, erklärte Verwalter Michel Roulin auf Anfrage. Die Prämien betragen neu pro Mutterschweine inkl. Saugferkel Fr. 2.– anstatt Fr. 2.40 und pro abgesetztes Ferkel 60 anstatt 70 Rappen. Für alle anderen Schweine 80 anstatt 95 Rappen.
Der Kanton Freiburg kann auf einen grossen Reservefonds zurückgreifen
«Wir haben tendenziell eine Reduktion der Anzahl Schweine im Kanton, was eine Anpassung der Prämien ermögliche, solange die legalen Reserven immer garantiert sind», ergänzte Michel Roulin. Letztes Jahr zählte man noch 321 Halter mit 69 131 Tieren. Vor einem Jahr wurden zudem auch die Prämien für die Pferdegattung reduziert. Die gesamten Versicherungsprämien der Sanima betrugen letztes Jahr 1,4 Mio Fr. Der Gewinn des Unternehmens belief sich somit auf 726 000 Franken. Die Reservefonds der verschiedenen Tiergattungen belaufen sich auf 25 Millionen Franken. Der Sanima-Jahresbericht werde im Verlaufe des Frühlings publiziert.

