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Die Geschichte hinter der neue «kuhlen» Landfrauenagenda

Die beliebte Landfrauenagenda dreht sich im Jahr 2023 um Kühe. Die Autorinnen und Illustratorin erzählen, wie ihre Beiträge entstanden sind.

«Das frohe Titelbild mit der Kuh hat vom ersten Augenblick an mein Herz erobert», kommentiert Helen Schmid die neue Ausgabe der Landfrauenagenda, die sich um Kühe dreht. Sie ist seit vielen Jahren Text- und Rezeptautorin. Zu diesem Thema seien ihre Ideen nur so gesprudelt, erzählt die Bäuerin aus Wittnau. Und ihre Kolleginnen stimmen ihr zu.

Die erste Landfrauenagenda verfassten die Aargauer Landfrauen 2008 im Auftrag eines Verlags. Der mit Geschichten, Rezepten und Bildern angereicherte Taschenkalender kam von Anfang an gut an und ist seither jeweils schnell ausverkauft. Als 2012 ein Hauptsponsor ausstieg, schien bereits das Ende des Projekts zu sein. Statt aufzugeben, übernahm der Aargauische Landfrauenverband die Produktion selber.

Geschichte wächst im Kopf

Wenn das Thema der Agenda jeweils feststeht, setzten sich die insgesamt fünf Autorinnen zusammen, diskutieren die einzelnen Beiträge und verteilen sie untereinander. «Selbst mir als Nicht-Bäuerin fiel es leicht, einiges zum Thema Kuh zu schreiben», kommentiert die pensionierte Kindergärtnerin Rita Brügger das Thema der neusten Ausgabe.

Astrid Bründler, Obstbäuerin aus Wittnau, gibt einen Einblick, wie ihre Agenda-Beiträge entstehen: Sie müsse das Thema immer zuerst ein bisschen «sacken» lassen. «Es begleitet mich dann etwa einen Monat lang im Kopf, bis ich die Geschichten beieinander habe.»

Dann legt sie los mit Schreiben und bringt die Texte recht zügig aufs Papier. Fertige Geschichten überarbeitet sie nach einer Woche, damit sie «süffig» zum lesen sind. Die saisonalen Rezepte probiere sie während des Schreibprozesses alle nochmals aus, berichtet Helen Schmid. Manchmal kocht oder backt sie ein eigens kreiertes Rezept mehrmals, bis alles stimmt. Die Familie frage dann oft: «Was muesch wieder usprobiere, das heimer doch schu mol gha die Wuche ...»

Die Arbeit an der Agenda bedeutet für sie, in einem «coolen Team» etwas zu kreieren, Traditionen, Brauchtum und auch Familienrezepte weiter leben zu lassen.

Texte wie Überraschungseier

«Als Landfrau ist mir die Agenda wichtig und die Arbeit als Autorin macht mich sehr stolz», sagt die Viehhändlerin Bea Schneider aus Würenlingen. Die Agenda sei sogar über die Schweizer Grenze hinaus bekannt. Und natürlich hätten die Frauen auch einfach Spass beim Schreiben.

Die Bilder zu den Texten zeichnet Barbara Leimgruber, Bäuerin und Illustratorin aus Wöflinswil. «Wenn die Autorin den Text sendet, ist es wie ein Überraschungsei», erzählt sie, «und ja, manchmal studiere ich lange und einige verworfene Entwürfe weiter, bis ein locker-flockiges Bild entsteht.»

Die Zeichnung soll neugierig auf die Geschichte machen, zudem muss die Illustratorin das Layout beachten: Je nach Textlänge hat sie mehr oder weniger Platz für das Bild. Als sie vor zehn Jahren zum ersten Mal eine Agenda illustrieren durfte, sei ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. «Bis heute bin ich begeistert dabei. Um dabei frisch und lebendig zu bleiben, probiere ich einmal einen neuen Style oder eine andere Malrichtung aus.»

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