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Betreuung auf dem Bauernhof

Salome und Thomas Wieland aus Röthenbach BE im Emmental bieten betreutes Wohnen mit Tagesstruktur für Menschen mit Beeinträchtigungen an. Ihren Betrieb und ihre Familie öffnen sie damit.

Kurz & bündig

- Auf dem Betrieb von Wielands wohnen drei Männer mit Beeinträchtigung. - Wielands binden sie und die Tagesgäste in alle Tätigkeiten auf dem Betrieb ein und bieten ihnen damit eine Tagesstruktur. - Wielands akquirieren ihre Mitbewohner und Tagesgäste selbstständig – ohne eine Vermittlungsagentur. - Für die Qualitätssicherung ist ein Supervisor zuständig. - Wielands möchten ihr Betreuungs-Angebot weiter ausbauen. - Adress-Liste «Soziale Betreuung auf dem Bauernhof»

Auf einer Anhöhe ob Röthenbach BE betreiben Salome und Thomas Wieland einen Milchviehbetrieb. 10 Milchkühe, ein Hofladen und 17 ha LN bestehend aus Grünland und etwas Getreide. Eigentlich ein durchschnittlicher Betrieb für diese Region.

Doch das Einzige, was man als «durchschnittlich» bezeichnen kann, sind die Strukturen. Neben den Milchkühen bieten Wielands Brunches und Apéros für bis 500 Leute an und führen ein Bed & Breakfast. Aber das Herzstück des Betriebs ist ein ganz anderes: Wielands bieten betreutes Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Beeinträchtigung an.

Salome und Thomas Wieland setzen sich für Menschen mit Beeinträchtigung ein. Bild: Pia Neuenschwander
Salome und Thomas Wieland setzen sich für Menschen mit Beeinträchtigung ein. Bild: Pia Neuenschwander

Keine Nummer, sondern ein Familien-Mitglied

Salome und Thomas Wielands Angebot unterscheidet sich klar von der Betreuung in einer Institution: «Bei uns lernen die Menschen das Familien-Leben kennen», sagt Salome Wieland.

Drei Männer mit Beeinträchtigung im Alter von 71, 43 und 33 Jahren wohnen auf dem Betrieb. Im Stöckli haben sie ihre Wohngemeinschaft. Wielands binden sie tagsüber ganz selbstverständlich in sämtliche Tätigkeiten auf dem Betrieb ein. Damit bieten sie ihnen eine Tagesstruktur.

«Auf ihre Männer-WG im Stöckli sind unsere Mitbewohner richtig stolz», sagt Salome Wieland, «sie blühen dort richtig auf.» Doch wenn was kaputt gehe, sei nie jemand schuld. «Auch wenn es absolut offensichtlich ist, wer es war», sagt Salome Wieland und lacht.

Im Stöckli links befindet sich die «Männer-WG». Gekocht und gegessen wird bei Wielands im Bauernhaus. Rechts der Spycher mit Bed & Breakfast. Bild: Pia Neuenschwander
Im Stöckli links befindet sich die «Männer-WG». Gekocht und gegessen wird bei Wielands im Bauernhaus. Rechts der Spycher mit Bed & Breakfast. Bild: Pia Neuenschwander

Abwechslungsreiche und klar strukturierte Tage

Bis zu acht externe geschützte Tagesstrukturplätze bieten Wielands an. Das bedeutet, dass Menschen mit Beeinträchtigung, die selbstständig, bei ihrer Familie oder in einer Einrichtung wohnen, tagsüber auf den Hof der Familie Wieland kommen. Sie nehmen am Tagesprogramm teil und gehen gegen 16 Uhr wieder nach Hause. Aktuell nutzen zwei Tagesgäste das Angebot.

Bei Wielands ist kein Tag wie der andere – und doch gibt es eine klare Struktur. Sonst wäre der Arbeitsalltag kaum zu bewältigen. Für Wielands beginnt der Tag um 5 Uhr. Um 8 Uhr findet das gemeinsame Morgenessen statt. Die Arbeit für die Mitbewohner und Tagesgäste beginnt um 8.45 Uhr. Bis zum Mittag erledigt jeder sein Ämtli und versorgt zum Beispiel die Kleintiere.

Wer von Wielands für welchen Gast während des Tages zuständig ist, hängt von den jeweiligen Arbeiten ab und unterscheidet sich von Tag zu Tag. An einem Tag pro Woche haben beide einen «betreuungsfreien» Tag. Um 12 Uhr gibt es Mittagessen, das Salome Wieland kocht: «Wir haben mit unseren Mitbewohnern, Tagesgästen, Praktikanten und Mitarbeitenden schnell zehn bis zwölf Leute am Tisch.»

Am Nachmittag stehen weitere Arbeiten an. Nachtessen gibt es um 18 Uhr. Gegen 19.15 Uhr ziehen sich die Mitbewohner zurück in ihre Stöckli-WG. «Diese fixen Zeiten sind wichtig, damit wir eine Struktur haben», sagt Thomas Wieland.

Wenn es Arbeiten gibt, die fertig sein müssen, erledigen sie Thomas und Salome Wieland nach dem Nachtessen oder vor dem Morgenessen. «Unter Strom arbeiten, pressieren, das geht mit unseren Mitbewohnern und Tagesgästen nicht», sagt Salome Wieland. Etwa, wenn Regen naht und das Heu noch draussen ist. «Dann müssen wir eben selber Gas geben.» Denn eine günstige Arbeitskraft ist eine Person mit Beeinträchtigung nicht. «Es braucht Dauerbetreuung», sagt Thomas Wieland. «Für unsere Mitbewohner und Tagesgäste ist ihr Tun Arbeit und es ist wichtig, dass wir das wertschätzen.»

Dank der räumlichen Trennung haben Wielands mehr Freiräume – zumindest abends und in der Nacht. Bild: Pia Neuenschwander
Dank der räumlichen Trennung haben Wielands mehr Freiräume – zumindest abends und in der Nacht. Bild: Pia Neuenschwander

«Keine Lust zu arbeiten» – das gibt es nicht

Die Menschen, welche Wielands betreuen, werden deshalb in den Tagesablauf eingebunden. «Es ist anspruchsvoll», stellt Thomas Wieland klar. «Ich kann was zeigen», sagt er, «und das funktioniert dann vielleicht für 10 Minuten. Und dann wird es einfach anders gemacht». Selber bestimmen, Grenzen austesten oder einfach verträumt sein: «Wer in der Betreuung arbeitet, braucht viel Geduld und Toleranz», sagt Thomas Wieland.

Aber mitarbeiten müssen sie immer. «Das ist ein Teil der Vereinbarung, die wir mit den Familien der Betreuten oder des Beistands haben», sagt Salome Wieland. Klar nehmen die beiden Rücksicht: Etwa, wenn jemand schlecht geschlafen hat oder einfach nicht motiviert ist. «Dann lassen wir diese Person eine einfachere Arbeit machen, beispielsweise Pasta abpacken», erklärt Salome Wieland. Das ist drinnen, man kann sitzen und dazu Musik hören.

Bei Wielands ist kein Tag wie der andere – und doch gibt es eine klare Struktur. Bild: Pia Neuenschwander
Bei Wielands ist kein Tag wie der andere – und doch gibt es eine klare Struktur. Bild: Pia Neuenschwander

Der Kleintier-Chef und der Kaffee-Chef

Salome und Thomas Wieland wollen, dass ihre Schützlinge Wertschätzung spüren: «Deshalb bringen wir ihnen Vertrauen entgegen», erklärt Salome Wieland. Das sei möglich bei wiederkehrenden, kleineren Arbeiten, die sie selbstständig ausführen können – ohne dass jemand von Wielands dabei sein muss.

«Beispielsweise ist jeder in der Tagesstruktur Chef über eine oder mehrere wiederkehrende Arbeiten», sagt Salome Wieland. Es gibt zum Beispiel den «Kleintier-Chef», den «Kaffee-Chef», den «Truten- und Geissen-Chef», den «Goldmelissen-Chef», den «Tischdeck-Chef» und den «Brunnenreinigungs-Chef».

Selbstvertrauen fördern: Wiederkehrende, kleineren Arbeiten können die Mitbewohner und Tagesgäste selbständig ausführen. «Für sie ist ihr Tun Arbeit und es ist wichtig, dass wir das wertschätzen», sagt Salome Wieland. Bild: Pia Neuenschwander
Selbstvertrauen fördern: Wiederkehrende, kleineren Arbeiten können die Mitbewohner und Tagesgäste selbständig ausführen. «Für sie ist ihr Tun Arbeit und es ist wichtig, dass wir das wertschätzen», sagt Salome Wieland. Bild: Pia Neuenschwander

Wichtig ist, die ganzen Kreisläufe zu zeigen

Von der Saat des Korns bis zum fertigen Mehl, respektive den Teigwaren, die Wielands in Ihrem Hofladen verkaufen: «Für die Menschen, die wir begleiten und betreuen, ist es wichtig, dass sie die Zusammenhänge sehen», erklärt Salome Wieland, «so sehen sie den Sinn in ihrer Arbeit.»

Ihre Mitbewohner und Tagesgäste sind beim Säen dabei, fahren mit beim Ausbringen der Gülle und helfen beispielsweise, den Schlauch ausrollen. Sie fahren mit, wenn Thomas Wieland das Erntegut abgibt. Sie sind dabei, wenn Wielands das Mehl zurücknehmen. «Das Mehl ist für sie pures Gold», sagt Salome Wieland, «das sind dann schon sehr schöne Momente.»

Salome Wieland hat den Inforama-Kurs «Betreuung im ländlichen Raum» absolviert. Und erst kürzlich bildete sich Salome Wieland bei Curaviva zur Institutionsleiterin weiter. Bild: Pia Neuenschwander
Salome Wieland hat den Inforama-Kurs «Betreuung im ländlichen Raum» absolviert. Und erst kürzlich bildete sich Salome Wieland bei Curaviva zur Institutionsleiterin weiter. Bild: Pia Neuenschwander

Nicht jeder kann bei Wielands einziehen

Ob ihre Mitbewohner und Tagesgäste Menschen mit einer geistigen, psychischen oder körperlichen Einschränkung sind, spielt für Wielands keine Rolle. «Aber es ist wichtig, dass er oder sie in das bestehende Gefüge passt», sagt Salome Wieland. Menschen mit Suchterkrankungen hingegen möchten Wielands nicht bei sich aufnehmen. Im Hofladen und im Keller habe es Spirituosen. Die Aufsicht zu gewährleisten sei schwierig.

Für Thomas Wieland war der Umgang mit beeinträchtigten Menschen nichts Neues. Schon bevor er und seine Frau vor sieben Jahren mit dem Betreuungs-Angebot starteten, war Thomas Wieland jahrelang Beistand eines Mannes. «Als wir auf der Suche nach einem geeigneten Pachtbetrieb waren, hatten wir das Betreuungs-Angebot schon im Hinterkopf». 2013 war es dann soweit. Damals noch auf dem alten Pachtbetrieb in Aeschau BE.

Die Betriebszweige sind vielfältig: Betreutes Wohnen und Tagesstruktur, Milchproduktion, Bed & Breakfast, Brunch, Trauungen und Apéros, Hofladen und Webshop. Bild: Pia Neuenschwander
Die Betriebszweige sind vielfältig: Betreutes Wohnen und Tagesstruktur, Milchproduktion, Bed & Breakfast, Brunch, Trauungen und Apéros, Hofladen und Webshop. Bild: Pia Neuenschwander

Der Verlust der Privatsphäre ist einschneidend

Auf dem ersten Pachtbetrieb teilten Wielands und ihre Mitbewohner die Wohnung. Für diese ersten vier Jahre war das in Ordnung. «Wir haben damals vieles geteilt, sogar die Badezimmer», sagt Salome Wieland. Die beiden sind sich einig: Die Privatsphäre kam dort definitiv zu kurz.

Seit 2017 sind Wielands auf dem Landwirtschaftsbetrieb in Röthenbach im Emmental. Mit der WG im Stöckli und der Betriebsleiter-Wohnung im Bauernhaus haben Wielands eine räumliche Trennung und damit mehr Freiräume – zumindest abends und in der Nacht.

Wielands sind sich einig: «Man muss bereit sein, seine Familie zu öffnen.» Das sei einschneidend – aber auch bereichernd. Das Schöne an ihrer Arbeit sei, dass mit den kein Tag wie der andere sei. «Das Kindliche, die Freude an kleinen Sachen, das Einfache schätzen wir sehr», sagt Salome Wieland. Und es gebe viele lustige Anekdoten.

Der Betrieb von Salome und Thomas Wieland ob Röthernbach i.E. umfasst 17 ha LN und 10 ha Wald. Bild: Pia Neuenschwander
Der Betrieb von Salome und Thomas Wieland ob Röthernbach i.E. umfasst 17 ha LN und 10 ha Wald. Bild: Pia Neuenschwander

Selbständig akquirieren anstatt über Organisation

Leute mit Beeinträchtigung betreuen, das müsse man von ganzem Herzen gerne machen. Ob in den gleichen Räumlichkeiten oder nicht, ob betreutes Wohnen oder Tagesstruktur: Wielands sind sich einig, dass es immer einen Weg gibt, wenn man etwas will.

Um ihr Betreuung-Angebot bekannt zu machen, brauchte es von Wielands eine grosse Portion Hartnäckigkeit. Sie platzierten ihr Konzept bei diversen Organisationen und Institutionen. So akquirieren sie ihre Mitbewohner und Tagesgäste selbstständig und nicht über eine Vermittlung. «Klar, der organisatorische Aufwand steigt», sagt Salome Wieland.

Dafür bietet ihr Modell ganz viele Vorteile: Wielands haben direkten Kontakt zu den Familien und Beiständen ihrer Mitbewohner und Tagesgäste. Sie können verschiedenste Themen unkomplizierter, persönlich und auch schneller besprechen. So entstehen gute Beziehungen – ohne den Umweg über eine Drittperson.

Salome Wieland hat ein Flair für Dekoration. Bild: Pia Neuenschwander
Salome Wieland hat ein Flair für Dekoration. Bild: Pia Neuenschwander

Ein weiterer Vorteil ist für Wielands, dass es keine fixen Besprechungstermine gibt. «Auf einem Bauernhof fallen immer unplanbare Arbeiten an», sagt Salome Wieland. «Und da die Familien und Beistände unserer Mitbewohner und Tagesgäste so gut in den Betrieb hineinsehen, ist das Verständnis für unsere Arbeit sehr gross». Das ermöglicht eine hohe Flexibilität.

Mittlerweile ist «Wielandleben», wie sie ihren Betrieb nennen, weit herum bekannt. «Aber ganz am Anfang brauchte es von den Familien und Beiständen viel Mut, ihren Schützling in unsere Obhut zu geben», erzählt Salome Wieland. Vertrauen und Transparenz sei sehr wichtig – auch wenn mal etwas schief laufe. «Das schätzen die Familien und Beistände.»

Mit Aus- und Weiterbildungen bleiben Wielands am Ball. «Das ist für uns sehr wichtig, weil wir nicht über eine Vermittlungsorganisation arbeiten», sagt Salome Wieland. Sie hat den Inforama-Kurs «Betreuung im ländlichen Raum» absolviert. Dort werden die Grundlagen für ein Betreuungsangebot auf dem Bauernhof vermittelt. Und erst kürzlich bildete sich Salome Wieland bei Curaviva zur Institutionsleiterin weiter.

Punkto Qualitätssicherung arbeiten Wielands mit einem freischaffenden Supervisor zusammen. Dieser komme vier bis sechs Mal pro Jahr auf dem Betrieb vorbei.

Auf dem Betrieb leben viele verschiedene Tiere: 10 Milchkühe mit eigener Aufzucht, Kleintiere (Ziegen, Schafe, Enten, Hühner, Pfauen, Kaninchen, Truten, Gänse, Bienen). Bild: Pia Neuenschwander
Auf dem Betrieb leben viele verschiedene Tiere: 10 Milchkühe mit eigener Aufzucht, Kleintiere (Ziegen, Schafe, Enten, Hühner, Pfauen, Kaninchen, Truten, Gänse, Bienen). Bild: Pia Neuenschwander

Für kleine Betriebe kann es ein gutes Zusatzeinkommen sein

Doch wie sieht es punkto Finanzen aus? Ist ein Betreuungs-Angebot auf dem Bauernhof ein netter Zustupf oder ein Betriebszweig, der sich rechnet? «Wenn man ausschliesslich auf Effizienz aus ist, ist ein Betreuungsangebot sicherlich nicht das Richtige», sagt Salome Wieland. Dazu braucht es zu viel persönlichen Einsatz und Herzblut – das Wielands gerne hineinstecken. Sie sieht ein Betreuungsangebot vor allem auf kleineren Betrieben. «Oder auf grossen, mit Angestellten.»

Für Wielands ist das Betreuungs-Angebot ein wichtiges Standbein des Betriebes. Aber Salome Wieland stellt klar: «Geld darf nicht der Treiber sein, denn reich wird man nicht.» Über eine Organisation verdiene man bis zu 100 Franken pro Tag und Person, als Selbstständige etwas mehr. «Je nach Betreuungs- und Pflegeaufwand weichen diese Beträge ab», erklärt Salome Wieland.

Die Direktvermarktung ist für Salome und Thomas Wieland der wichtigste Absatzkanal. Bild: Pia Neuenschwander
Die Direktvermarktung ist für Salome und Thomas Wieland der wichtigste Absatzkanal. Bild: Pia Neuenschwander

Wielands möchten ihr Betreuungsangebot ausbauen

Für das betreute Wohnen führen Wielands eine Warteliste. Die Nachfrage nach solchen Plätzen sei gross. Der Ausbau des betreuten Wohnens ist aber im Moment auf Eis gelegt. Ab vier Plätzen braucht es im Kanton Bern eine kantonale Bewilligung. Und die erhielten Wielands nicht, weil sie die Brandschutzvorschriften im Stöckli nicht erfüllen können. «Man müsste es schier ersetzen, um die Vorgaben zu erfüllen», sagt Salome Wieland.

Stattdessen wollen sich Wielands um Kunden für die Tagesstruktur bemühen. Thomas Wieland erklärt: «Aktuell haben wir zwei Tagesstruktur-Gäste, wir könnten bis zu acht Personen betreuen.»

«Halbherzig» gibt’s bei Wielands nicht. Eigenes Mehl und selbst gemachte Pastas im Hofladen – die Wertschöpfung auf Wielands Hof ist gross. Es erstaunt nicht, dass sie die Milch in absehbarer Zeit selber verarbeiten möchten. «Dann gibt es an den Events vielleicht nicht mehr zehn, sondern drei Käsesorten», sagt Salome Wieland. Dafür «Made in Emmental» und ein weiterer Kreislauf, der sich schliesst.

Das Bed & Breakfast im Spycher ist nur einer von vielen Betriebszweigen. Bild: Pia Neuenschwander
Das Bed & Breakfast im Spycher ist nur einer von vielen Betriebszweigen. Bild: Pia Neuenschwander

Adressen «Soziale Betreuung auf dem Bauernhof»

Es gibt eine grosse Anzahl an Organisationen und Institutionen, welche Dienstleistungen im Bereich «Betreuung auf dem Bauernhof» anbieten. Das Inforama hat dazu eine umfangreiche Liste für die Deutschschweiz zusammengestellt.

Adress-Liste «Soziale Betreuung auf dem Bauernhof»

Betriebsspiegel der Familie Wieland

Salome und Thomas Wieland mit Lilou (3) aus Röthenbach im Emmental BE LN: 17 ha, 10 ha Wald, Bergzone 2 Bewirtschaftung: Bio Kulturen: Futterbau, Urdinkel, Grünmais, Kartoffeln, Linsen Tierbestand: 10 Milchkühe mit eigener Aufzucht, Kleintiere (Ziegen, Schafe, Enten, Hühner, Pfauen, Kaninchen, Truten, Gänse, Bienen) Betriebszweige: Betreutes Wohnen und Tagesstruktur, Milchproduktion, Bed & Breakfast, Brunch, Trauungen und Apéros, Hofladen und Webshop Arbeitskräfte: Betriebsleiterehepaar, 3 Angestellte (20 Stellenprozente), 2 bis 3 Praktikanten (60 Stellenprozente), an Events: Eltern von Salome Wieland und Mutter von Thomas Wieland, freiwillige Helfer www.wielandleben.ch