Mitte-Nationalrätin Priska Wismer hat am 17. März 2022 die Motion «Biogasanlagen sollen ihr Gas als Biomethan verkaufen können» eingereicht . Sie fordert einen Investitionsbeitrag für Biogasanlagen, welche ihr Biogas für die Nutzung als Brenn- oder Treibstoff aufbereiten.
Ökostrom Schweiz, der Fachverband der landwirtschaftlichen Biogasproduzenten mit 150 Mitgliedern, zeigt sich erfreut darüber, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Der Ukraine-Krieg mit den damit verbundenen, explodierenden Erdgas-Preisen zeige die Notwendigkeit deutlich auf, das inländische Biogaspotenzial besser zu nutzen.
Biogaseinspeisung soll verbessert werden.
Die Steigerung der Biogasproduktion könne einen Beitrag zur Versorgung der Schweiz mit klimaneutraler Energie leisten. Dafür seien aber verbesserte Rahmenbedingungen nötig. Diese würden den Ausbau der inländischen Biogasproduktion bisher massiv erschweren.
Die Politik habe es bis anhin verpasst, ein adäquates Fördersystem für die Biogaseinspeisung aufzugleisen, das mindestens so gut sei wie für stromproduzierende Technologien, heisst es in der Mitteilung von Ökostrom Schweiz. Der Fachverbands wünscht sich ein Fördersystem für gas-produzierende Biogasanlagen und eine Anpassung der Rahmenbedingungen.
Potenzial wird nicht genutzt
Das inländische Biomassepotenzial in der Schweiz sei gross und in weiten Teilen nach wie vor kaum für die Biogasnutzung erschlossen, so Ökostrom Schweiz. In der Landwirtschaft werde im Bereich der Hofdünger nicht einmal 5% des Biogaspotenzials energetisch genutzt. Aus dem Bio-Methan kann laut Ökostrom Schweiz erneuerbare Energie in Form von Strom und Wärme, Biogas-Brennstoff oder Biogas- Treibstoff produziert werden.

