Noch vor der Sommerpause brachte Ralf Bucher, Geschäftsführer des Bauernverbands Aargau (BVA) und Grossrat, seinen Ratskolleginnen und -kollegen in einer Sitzungspause die Leistungen und Herausforderungen der Aargauer Landwirtschaft näher.
Zuvor hatte BVA-Präsident und Nationalrat Alois Huber die Politikerinnen und Politiker begrüsst. Ebenfalls im Publikum: Landammann und Landwirtschaftsdirektor Markus Dieth sowie Matthias Müller, Leiter von Landwirtschaft Aargau. Bäuerliche Grossräte tischten Verpflegung von ihren Höfen auf.
Bedeutende Branche
Ralf Bucher betonte die Bedeutung der Landwirtschaft im Aargau, die im vergangenen Jahr 829 Millionen Franken Wertschöpfung generiert hatte. Als grosse Herausforderung für die Bauern erklärte Bucher das Spannungsfeld zwischen Preisdruck bei den Lebensmitteln und immer strengeren Auflagen und hohen Erwartungen an die Produktion.
Anliegen werden ernstgenommen
Drastisch zeige sich dies bei den Forderungen der Trinkwasser-Initiative, informierte Ralf Bucher. Die Kernforderungen würde die landwirtschaftliche Produktion in ihrer heutigen Form radikal in Frage stellen. Die Folgen einer Annahme der Initiative wären kontraproduktiv: Die inländische Produktion würde geschwächt, die Importe stiegen an. Ralf Bucher: «95 Prozent unserer Bäuerinnen und Bauern lehnen die Initiative ab!»
Den wichtigen Anliegen des Umweltschutzes und des Tierwohls verweigere man sich aber keineswegs. So strebe etwa der Aktionsplan Pflanzenschutz, der lange vor der Einreichung der Initiative beschlossen worden sei, eine Reduktion beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um rund zwei Drittel bis ins Jahr 2027 an.
Filme fürs Image
Nicht nur politische Kreise, auch die breite Bevölkerung klärt der BVA auf. Unter dem Titel «Aaha! – so funktioniert die Aargauer Landwirtschaft» produziert das Team Marketing und Kommunikation eine Serie mit Kurzfilmen zu Fragen rund um die landwirtschaftliche Produktion.
Die Clips sind auf Facebook und auf der Website www.landwirtschaft.ag zu sehen. Sie geben gemäss Bauernverband wichtige Hintergrundinformationen und beantworten kritische Fragen zur landwirtschaftlichen Produktion kurz und bündig. Hier ein Beispiel zu Folientunneln:
Die Filme, die jeweils nur rund eine Minute lang sind, werden laufend aktuell produziert und in loser Folge veröffentlicht.

