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Möglicherweise erster Wolfsangriff auf Menschen in Deutschland

Im Landkreis Rotenburg hat es in dieser Woche womöglich den ersten Angriff eines Wolfes auf einen Menschen gegeben, seit das Raubtier nach Deutschland zurückgekehrt ist.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Rotenburg ist am Dienstagvormittag ein 55-jähriger Arbeiter der Gemeinde Bülstedt im Landkreis Rotenburg während der Pflege der Grünanlage am dortigen Friedhof von einem Wolf gebissen worden.

Nach Hand geschnappt

Laut Polizei hat der Mann während seiner Arbeiten am Zaun des Friedhofs gekniet und mit seiner Hand nach hinten gefasst. Plötzlich habe er festgestellt, dass die Hand scheinbar von hinten gehalten wurde. Der Mann habe sich umgeblickt und einen Wolf erkannt, der nach seiner Hand geschnappt hatte. Drei weitere Wölfe eines Rudels hätten die Aktion mit etwas Abstand beobachtet. Der 55-jährige habe sich befreien und die Wölfe vertreiben können, so die Polizei. Später habe sich der Mann mit leichten Verletzungen an seiner Hand in ärztliche Behandlung begeben.

Nach Darstellung des vom Land Niedersachsen betriebenen Wolfsbüros wird der Vorfall aktuell vor Ort untersucht. Dabei sollen mögliche organische Spuren gesichert und hinsichtlich ihres Erbguts analysiert werden, um die Angaben des Opfers zu verifizieren. In der Vergangenheit sollen Wölfe im an Bülstedt angrenzenden Moorgebiet bereits mehrfach gesichtet worden sein.

AgE

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