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Der abgebrannte deutsche Gross-Ferkelstall gehört einer Schweizer Firma

In einem deutschen Schweinetrieb starben bei einem Brand Ende März über 50 000 Tiere. Besitzerin ist eine Schweizer Firma, die im Kanton Obwalden ansässig ist. Wir haben mit dem Besitzer gesprochen.

Die Meldung hat auch in der Schweiz für Betroffenheit gesorgt. In einem grossen deutschen Schweinebetrieb ist Ende März ein Grossbrand ausgebrochen. In der Anlage in Alt-Tellin im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurden 7000 Muttersauen und 50 000 Ferkel gehalten. Lediglich 1300 dieser Tiere konnten gemäss Angaben der Eigentümerin gerettet werden.

1,5 Mio Ferkel pro Jahr

Die Eigentümerin des Betriebs ist die LFD Holding mit Sitz in Rossdorf im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Das Unternehmen ist die grösste Ferkelproduzentin Deutschlands. An elf Standorten werden 55 000 Sauen gehalten und jährlich rund 1,5 Millionen Ferkel produziert, wobei auf diesen Betrieben auch ein Teil des Futters produziert wird. Dazu kommen acht weitere Betriebe, etwa eine Tierarztpraxis, eine eigene Futtermühle und weitere GmbHs. Insgesamt arbeiten rund 400 feste Mitarbeiter für das Unternehmen.

Was weniger bekannt ist: Vor ziemlich genau einem Jahr ist die LFD Holding in Schweizer Besitz übergegangen. Gekauft hat das Unternehmen die Terra Grundwerte AG in Kägiswil OW. Diese ist im alleinigen Besitz von Thomas Strehl, der schon 12 Jahre in der Schweiz lebt. Laut Strehl fokussiert die Terra Grundwerte AG nur auf landwirtschaftliche Projekte, daneben betreibt er zwei Unternehmen im energietechnischen Bereich. Neben der Schweinehaltung arbeite die Terra Grundwerte zurzeit an weiteren Ackerbau-Projekten in der EU, eines davon in Deutschland.

Besitzer will rasche Aufklärung

Strehl ist Elektro-Ingenieur und hat sich auf Energietechnik spezialisiert. Dass er in die Schweinehaltung investiert hat, sei eine lange Geschichte, sagt er auf Anfrage. Grosse Landwirtschaftsanlagen hätten immer auch eine wichtige Energiekomponente. Den Brand in Alt-Tellin bezeichnet er als Katastrophe, die finanzielle Komponente stehe im Moment nicht im Vordergrund. Die Ursache werde jetzt abgeklärt. Im Interesse des Tierwohls müsse jetzt eine schnelle Ursachenabklärung mit Konsequenzen folgen. «Das wichtigste ist, dass die LFD Holding alle Massnahmen ergreift, dass so was nie mehr vorkommt», so Strehl.

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