Schweinepest: Polens Fleischbranche fordert mehr Massnahmen

Die polnische Fleischbranche ist mit den bisherigen Maßnahmen der Regierung gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) unzufrieden und mahnt weitergehende Schritte zum Schutz vor der Seuche an.

In einem offenen Brief an Staatssekretär Jacek Bogucki vom Warschauer Landwirtschaftsministerium fordert die nationale Vereinigung der Arbeitgeber der Schweineproduzenten zusammen mit weiteren Branchenvertretern eine landesweite Anwendung des derzeit für die ausgewiesenen ASP-Gebiete geltenden Biosicherheitsprogramms. Für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Situation müsse für die Regionen mit intensiver Schweinehaltung ein umfassender Aktionsplan ausgearbeitet werden.

Notwendig ist aus Sicht der Unterzeichner des Offenen Briefs auch ein wirksames Verbot der unregistrierten Schweinehaltung und -schlachtung. Um hier den Wildwuchs einzudämmen, sollte die bisher für Kleinbestände bis 50 Schweine geltende Ausstiegsprämie auf 300 Tiere je Bestand ausgeweitet werden.

Das Bündnis fordert zudem klarere Entschädigungsregeln für den Seuchenfall. Der Ausgleich der entstandenen Schäden sollte beispielsweise zwingend innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen. Darüber hinaus wird von der Fleischbranche ein deutlicher Aufbau der Laborkapazitäten für schnellere Analyseergebnisse und eine bessere Vergütung für Veterinärinspektoren verlangt.

AgE

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