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Milchkühe sind im August sehr gesucht und teuer

An den Auktionen werden Kühe 200 bis 300 Franken teurer verkauft als im Vorjahr. Das Angebot ist knapp und die Nachfrage ist hoch.

Milchkühe sind sehr gesucht und gelten an den öffentlichen Auktionen 3500 Franken bis 3700 Franken im Schnitt. Auch der Nationalrat und Auktionator Res Aebi versteigert aktuell Kühe zu diesen Preisen. «Die Preise werden im Herbst um 200 bis 300 Franken sinken, wenn das Nutzvieh von den Bergen kommt», schätzt er die Marktlage für den Herbst ein.

Zuschlag im Minutentakt

«Auch wenn es generell zu wenig Milchkühe hat, werden wir im Herbst kurze Zeit zu viele Milchkühe auf dem Markt haben», weiss Res Aebi aus Erfahrung. Michael Rüegsegger von der Vianco hat im Juli so viele Kühe in so kurzer Zeit wie noch nie verkauft. Am 14. Juli versteigerte er in der Vianco-Arena einer zahlreich erschienenen Käuferschaft: 99 Milchkühe zu 3636 Franken im Schnitt, weiter 24 trächtige Milch-rinder zu durchschnittlich 3133 Frankenund dazu noch zwei Braunviehkälber zu 1375 Franken im Schnitt.Sämtliches aufgeführte Vieh verkaufte Michael Rüegsegger innert drei Stunden, das heisst er brauchte nur etwas mehr als eine Minute, um ein Tier zu verkaufen. «So schnell habe ich noch nie so viele Kühe versteigert», erinnert sich der Auktionator. Die Milchbauern hätten sehr rasch geboten, was seine Arbeit erleichterte.

Das Angebot steigt jetzt an

Michael Rüegsegger blickt zuversichtlich in die kommende Vermarktungssaison. «Dank guter Futtergrundlage in den meisten Regionen bleiben Milchkühe auch die kommenden Wochen und Monaten gesucht», schätzt er die Lage ein. Qualitativ gute Kühe blieben «auf einem guten Preisniveau» gesucht, betont er, auch wenn das dann leicht tiefer als aktuell liegen werde. Dies auch, weil das Angebot in den nächsten Wochen steigen werde. Auch der Seniorchef Niklaus Hinder vom Viehvermarktungscenter Ostschweiz bestätigt, dass die Marktlage auf dem Milchviehmarkt aktuell gut sei «obwohl der Milchpreis ein wenig auf die Kaufstimmung drückt», schätzt er ein.

Die ersten Alpkühe kommen

«Im Verhältnis zum Milchpreis sind die Milchkühe aktuell zu teuer», betont er. Zu erklären sei das damit, dass die Milchbauern im Sommer saisonale Zuschläge erhielten, was die Kauflust steigere. Das Angebot an Milchvieh steige von Woche zu Woche. «Ich habe bereits die ersten Milchvieh-Einkäufe auf den Alpen gemacht», betont er. Ab Mitte August biete er dieses gealpte Milchvieh an, plant Rolf Hinder. Auch er schätzt, dass die Preise in den kommenden Wochen leicht sinken werden, obwohl die guten Schlachtviehpreise den Nutzviehmarkt nach wie vor indirekt weiter stützten.

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