Der leicht steigende Milchpreis und die guten Preise für Schlachtkühe haben den Rückgang der Milchkühe nicht verhindert, aber leicht abgebremst.
Leicht weniger Milchkühe
Die neuen, von Agristat bearbeiteten Zahlen der Tierverkehrsdatenbank (TVD) zeigen per 30. November 2020 folgendes Bild beim Rindvieh:
Rindvieh: Per Ende November hat sich die Rindvieh-Zahl in der Schweiz stabilisiert. Der Bestand lag Ende November bei 1 504 875 Tieren (– 469 Tiere).
Milchkühe: Per Ende November zählte die TVD 542 448 Milchkühe, das sind 1620 Kühe (– 0,3 %) weniger als vor einem Jahr.
Andere Kühe: Die «anderen Kühe» haben um 3534 Stück zugenommen. Dieser Bestand ist um 2,7 % auf 134 706 Tiere angestiegen. Davon sind ein grosser Teil Mutterkühe.
Trotz sinkender Kuhzahl steigt die Milchmenge. Laut den Zahlen der Schweizer Milchproduzenten (SMP) stieg die Milchproduktion im September um 1,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat und auch für den Oktober 2020 rechnen die SMP mit einem Anstieg der Milchmenge im gleichen Umfang.
Zugleich sank die Zahl der Milchbauern unter die Grenzen von 20 000. 2019 hatte die Schweiz noch 19 121 Milchbauern, mit den Sömmerungsbetrieben waren es 21 156 Milchbetriebe.
Immer mehr Milch je Betrieb
Die Milchbetriebe werden professioneller. 2019 betrug die durchschnittliche Ablieferungsmenge rund 172 000 Kilo Milch. Jährlich steigt die Ablieferungsmenge je Betrieb um 3000 bis 4000 Kilogramm. Zugleich steigt der Anteil der mit Fleischrassen besamten Kühe an. Laut Swissgenetics beträgt dieser Anteil rund 46 %.

