Obwohl sich die Delegierten und Gäste nun zwei Jahre nicht in Person treffen konnten: Der Vorstand von Holstein Switzerland war nicht tatenlos. So befasste er sich u. a mit der Kritik an den Hochleistungsmilchkühen. Die Auswirkung des Methans auf das Klima müsste neu überdacht werden, so Vertreter des Verbands. Im Anschluss an die Versammlung und im Rahmen des Seminars der Schweizerischen Vereinigung für Tierwissenschaftenbetonte ein Referent aus Kalifornien (USA) die Klimaeffizienz der Holsteinrinder.
«Wir sind bestens gerüstet»
Hans Aebischer, Präsident von Holstein Switzerland, betonte seinerseits die Vorteile der Rasse im aktuellen geopolitischen Kontext. «Ich erwarte vom Bundesamt für Landwirtschaft, dass es sich dafür einsetzt, dass wir in der Schweiz auch in Krisenzeiten weiterhin genügend Nahrungsmittel produzieren können. Mit unseren Holstein-Tieren sind wir dafür bestens gerüstet». Am 30. November 2021 zählte Holstein Switzerland 2020 aktive Züchter(innen), 15 weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der abgeschlossenen Standardlaktationen ging um 3 % zurück, aber gleichzeitig stieg der Standarddurchschnitt um 137 kg auf 9190 kg Milch. Eric Barras betonte, dass sich die Eutergesundheit weiter verbessert: «65 % der gewogenen Tiere wiesen weniger als 100'000 Zellen pro ml Milch auf», so Barras.
Die Zahl der Holstein Registrierungen steigt
Auch die Langlebigkeit der Kühe entwickelt sich positiv: «Ein Beweis dafür sind die neun Kühe, die eine Laktation mit einer Lebensleistung von mehr als 150 000 kg abschliessen». Die 100 000-kg-Marke wurde von 270 Tieren überschritten. Mehr als 23'000 Zuchtbescheinigungen wurden für Holsteinkühe ausgestellt.
Seit fünf Jahren steigt die Zahl der Holstein-Registrierungen, d. h. mit einem Blutanteil von mindestens 87,5 %, stetig an. Dies ist insbesondere auf den wachsenden Erfolg des gesexten Samens zurückzuführen. Im Jahr 2021 zählte der Verband 3248 weibliche Tiere mehr in seinem Herdbuch als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der genotypisierten Tiere stieg an (+10 %). Eric Barras ermutigte die Züchter, die Gesundheitsdiagnosen zu registrieren, da die Übermittlung dieser Daten etwas nachlässt. Dabei sind diese für die Selektion nach Gesundheitskriterien von entscheidender Bedeutung.
Gute Bewertungen
Bei der linearen Beschreibung erreichten Kühe, die in der ersten Laktation eingestuft wurden, eine Gesamtbewertung von 79,7 Punkten. Von diesen rund 13'000 Erstlaktierenden erreichten 201 85 Punkte oder mehr. Bei den Kühen in der zweiten Laktation lag der Durchschnitt bei 83,3 und bei den Kühen in der dritten und folgenden Laktation bei 87,2. Von diesen erhielten 116 Kühe eine Bewertung von 92 Punkten oder mehr.
15 Mitglieder weniger
Am 30. November 2021 zählte Holstein Switzerland 2020 aktive Züchter, 15 weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der abgeschlossenen Standardlaktationen ging um 3% zurück, aber gleichzeitig stieg der Standarddurchschnitt um 137 Kilogramm auf 9190 Kilogramm Milch. Eric Barras betonte, dass sich die Eutergesundheit weiter verbessert: «65% der gewogenen Tiere wiesen weniger als 100000 Zellen auf». Auch die Langlebigkeit der Kühe entwickelt sich positiv: «Ein Beweis dafür sind die neun Kühe, die eine Laktation mit einer Lebensleistung von mehr als 150000 Kilogramm abschliessen». Die 100000-Kilo-Marke wurde von 270 Tieren überschritten.
Neues Mitglied im Holstein Switzerland Vorstand
Nach 20 Jahren Engagement im Vorstand des Verbandes gibt Francis Terreaux sein Mandat ab. Aufgrund seines Engagements gelangte der Züchter aus Arconciel (FR) 2006 in den Vorstand. Im Jahr 2013 wurde er dann zum Vizepräsidenten ernannt. «Mit deinem konstruktiven Geist und deinen guten Argumenten hast du Holstein Switzerland stets vorangebracht», lobte Hans Aebischer.
Benoît Cardinaux übernimmt nun die Führung. Er hält in Bouloz (FR) eine Herde von 55 Milchkühen mit dem Präfix «La Biolleyre». Er war Präsident des Freiburger Jungzüchterclubs und ist derzeit Mitglied des Vorstands von Holstein Freiburg. Die Delegierten wählten die übrigen Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtszeit von vier Jahren wieder. Sie genehmigten auch die Rechnung des Verbandes, der das Jahr 2021 mit einem Gewinn von 94'000 Franken.

