Schon wieder lahme Schafe nach der Sömmerung. «Das kann vermieden werden», erinnert der Veterinärdienst der Urkantone (VdU) in einer Medienmitteilung. Er bietet seit Frühjahr 2021 das Pilotprojekt zur freiwilligen Sanierung der Moderhinke an.
Finanzielle Unterstützung
Im März 2021 wurden sämtliche registrierten Schafhalter(innen) in den Urkantonen persönlich angeschrieben. Der VdU machte auf die Möglichkeit der freiwilligen Sanierung der Moderhinke im eigenen Bestand aufmerksam. Teilnehmende am Pilotprojekt können von einer finanziellen Unterstützung durch den Kanton und den Bund profitieren. Daneben profitieren die Tierhaltenden von einer weniger aufwendigen Klauenpflege im Herbst/Winter, wirtschaftlicheren Tieren sowie von einem besseren Tierwohl und Tierschutz.
Anforderung an Tierhalter
Natürlich erfordert diese Unterstützung auch eine Gegenleistung von den Teilnehmer(innen):
- korrekte TVD-Meldungen
- strikte Umsetzung des Sanierungskonzepts
- auf Kontakt – auch Sömmerung – mit nicht sanierten Betrieben verzichten
- im Falle einer Reinfektion erneut sanieren
- Ausstellungstiere und zugekaufte Tiere absondern und wenn immer möglich nach zehn bis 14 Tagen auf den Moderhinkeerreger untersuchen
- Teilnahme an der jährlichen Überprüfung des Sanierungserfolges.
Auch für Alphirt(innen)
Auch Alphirt(innen) können am Pilotprojekt teilnehmen. Voraussetzung ist, dass sämtliche Bestösser(innen) der Alp bis Frühjahr 2022 den Heimbetrieb freiwillig sanieren. Sei es innerhalb dieses Pilotprojektes oder mit Hilfe des Beratungs- und Gesundheitsdienstes für kleine Wiederkäuer (BGK).
Der VdU ruft dazu auf, die Bestösser(innen) zu diesem Schritt zu motivieren.
Mehr Informationen: www.laburk.ch

