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Tipps für die Ernte von Biodiversitätsförderflächen

Am 15. Juni steht im Talgebiet der reguläre Termin für den ersten Schnitt der extensiv und wenig intensiv genutzten Wiesen an. In gewissen Kantonen geht es auf gewissen Flächen schon früher los, da es dort Programme für einen flexiblen ersten Schnitt gibt.

Aktuell – Anfang Juni also – ist ein guter Zeitpunkt für die Beurteilung der Bestände. Einerseits lässt sich dann die floristische Qualität gut einschätzen (z.B. Qualitätsstufe 2). Andererseits stechen dann gewisse Problempflanzen besonders ins Auge. Der Zottige Klappertopf etwa macht auf immer mehr Biodiversitätsförderflächen Probleme. Flächen, auf denen jetzt eine problematische Dichte (mind. 30 Triebe pro m2) festgestellt wird, sollen – in den Kantonen, in denen dies möglich ist – für einen vorzeitigen Schnitt um Mitte Mai des kommenden Jahres vorgemerkt werden.

Bodenheu ist optimal für Biodiversitätsförderflächen

Für die Ernte von Biodiversitätsflächen ist die Bereitung von Bodenheu optimal. Damit werden die Versamung der vorhandenen Pflanzenarten gefördert und die Kleinlebewesen geschont. Wenn von der Mähtechnik her möglich, sollte der Schnitt ohne Mähaufbereiter erfolgen. Dies auch auf Flächen, die nicht für die Qualitätsstufe 2 oder Vernetzung angemeldet sind (dort ist der Mähaufbereiter verboten). Durch den Aufbereiter werden massiv mehr Bienen und andere Kleinlebewesen geschädigt. Sowieso ist das Futter – insbesondere beim ersten Schnitt – bereits stehend alt und recht trocken. Eine Trocknungsbeschleunigung durch den Aufbereiter ist unnötig.

Zu erwähnen bleibt, dass es sich allgemein beim Mähen von Wiesen lohnt, auf die Bienen (Tageszeit und Flugwetter) und Reh und Co. (Verblenden usw.) Rücksicht zu nehmen.