Später Roden, Verluste vermeiden

Schädlinge verringern den Zuckergehalt. SBR-robuste Sorten könnten helfen. Diese sind jedoch ausnahmslos «klassische» Sorten - es ist ein Abwägen.

Die Verarbeitung der konventionellen Zuckerrüben ist in vollem Gange. Im Osten haben Laboranalysen mit knapp 17 Prozent erfreuliche Zuckergehaltswerte gemessen. Im Westen hingegen sind die Zuckergehalte im Schnitt deutlich niedriger ausgefallen.

Zikade reduzierte Zucker

Schuld daran ist die Schilf-Glasflügelzikade, welche die SBR-Bakterien überträgt. Diese besiedeln die Leitgefässe der Rüben und führen zu deren Absterben. Zudem verfärben sich die Blätter betroffener Rüben gelb, dadurch ist die Photosyntheseleistung und der Zuckergehalt zwangsläufig tiefer. SBR-robuste Sorten schaffen Abhilfe gegen diese Krankheit. Diese sind jedoch ausnahmslos «klassische» Sorten. Conviso-Smart Sorten sind besonders anfällig auf die SBR und werden in Befallsregionen deshalb nur in Ausnahmefällen mit sehr hohem Unkrautdruck empfohlen. Die viröse Vergilbung führt ebenfalls zu gelben Rübenblättern. Im Gegensatz zur SBR tritt die Vergilbung vorerst nesterweise auf und breitet sich danach mit voranschreitender Zeit im Rübenfeld aus. Die Schäden der virösen Vergilbung hielten sich dieses Jahr durch das moderate Auftreten der grünen Pfirsichblattlaus in Grenzen.

Cercosporadruck nimmt zu

In vielen Regionen war es im Sommer trocken, dies führte zunächst zu einem schwachen Cercosporadruck. Das änderte sich jedoch im September, als Morgentau die notwendige Feuchtigkeit lieferte und die hohen Temperaturen weiterhin anhielten. Bei über 5 °C sind die Rüben im Boden am besten vor Lagerverlusten geschützt.