Nach dem Schneefall und den Frosttagen sind die Aussichten wieder etwas besser. Die kalten Tage, mit teilweisen Frostnächten von bis zu minus 5°C, sollten an den wenigsten Orten Schäden angerichtet haben. In Nordlagen oder Senken kann es dennoch zu möglichen Problemen gekommen sein. Schäden sind aber erst in vier bis fünf Tagen zu beurteilen.
Temperatur bremst Erdfloh
Die kühlen Temperaturen in Kombination mit regelmässigen Niederschlägen und der Bise bremsen die Erdflöhe erneut. Durch die tiefen Temperaturen ist die Aktivität eingeschränkt. Sollte es dennoch zu Aktivitäten kommen, werden die Niederschläge und die Bise die Erdflöhe abspülen respektive sich verkriechen lassen. Die Kontrolle der Felder muss dennoch vorgenommen werden – jedoch ist mit einer Überschreitung der Bekämpfungsschwelle in den nächsten Tagen nicht zu rechnen.
Erster Herbizidsplit
Bis heute wurden noch keine grossen Schäden an den jungen Rübenpflanzen verzeichnet. So kann im klassischen Zuckerrübenanbau, ohne Berücksichtigung des Erdflohes, mit dem ersten Herbizidsplit angefangen werden. Wichtig dabei ist, dass beim ersten Split die drei Hauptwirkstoffe zwingend eingesetzt werden.
Die ausreichende Bodenfeuchte kann, sofern die Befahrbarkeit gewährleistet ist, optimal ausgenutzt werden. Das Zumischen von Zusätzen ist demnach beim ersten Split nicht nötig. Das Beimischen von Debut ist bei Temperaturen von unter 15°C wirkungslos. Bei Conviso-Smart-Rüben kann mit der ersten Applikation zugewartet werden.
Schnecken und Erdschnacken kontrollieren
Bezüglich Schnecken und Erdschnacken sind Kontrollen angezeigt. Die Feuchtigkeit und die wieder zu erwartenden höheren Temperaturen erhöhen das Risiko für Schnecken. In Parzellen mit der Vorkultur Kunstwiese gilt die Aufmerksamkeit den Erdschnacken – jedoch sind gegen Erdschnacken keine Köder oder Massnahmen erlaubt.

