Ukraine will Getreide-Exporte nach Polen zurückfahren

Im Konflikt und Bauernproteste um das Problem eines Überangebots von günstigem ukrainischem Getreide auf dem polnischen Markt wird die Ausfuhr von Getreide nach Polen für eine gewisse Zeit stark einschränkt und für den Moment sogar ganz eingestellt.

Die wegen des russischen Angriffskrieges beschränkten Getreideexporte der Ukraine laufen nicht nur über das Schwarze Meer oder die Donau, sondern auch auf dem Landweg durch Polen. Allerdings stockt der Weitertransport, die Häfen sind überlastet. Polnische Bauern protestieren seit Tagen gegen günstige Agrarprodukte aus dem Nachbarland. Das billigere Getreide, aus der Ukraine führte zu einem Preiszerfall bei der einheimischen Ware. Der Amtsvorgänger von Polens Landwirtschaftsminister Telus hatte deshalb kürzlich seinen Hut genommen. Warschau rechnet auch mit EU-Hilfe, um das Problem zu lösen.

Bereits am Mittwoch hatten Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Gesprächen in Warschau angedeutet, dass man an einer Lösung arbeite. Der ukrainische Minister habe zugesichert, dass Kiew bis zum Beginn der neuen Ernte den Export von Weizen, Mais, Raps und Sonnenblumenkernen einstellen werde, teilte Telus auf Twitter mit. Bereits am Mittwoch hatten Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Gesprächen in Warschau angedeutet, dass man an einer Lösung arbeite.