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Aufgrund steigender Zinsen immer mehr Betriebshilfe

An der Generalversammlung gab die Zürcher landwirtschaftliche Kreditkasse bekannt, dass das Kreditvolumen 2022 auf Rekordhöhe stieg. Die Zahl der Betriebshilfedarlehen lag 2022 auf Niveau der Vorjahre. Das dürfte sich aufgrund der Zinsentwicklung im laufenden Jahr aber ändern.

«In unserer 90-jährigen Geschichte der Zürcher landwirtschaftlichen Kreditkasse hatten wir noch nie ein so hohes Kreditvolumen wie im 2022 bewilligt», sagte Wilfried Kägi, Geschäftsführer der Kredit-kasse (ZLK). Insgesamt wurden 121 Investitionskredite mit einem Volumen von rund 27 Mio Franken bewilligt.

Das betrifft unter anderem Starthilfedarlehen und Investionskredite für Ökonomiegebäude, Neu- und Umbauten von Wohngebäuden, Anlagen von Spezialkulturen und gemeinschaftliche Massnahmen.

Tilgung und Betriebshilfe

Wilfried Kägi zeigt sich dabei auch sehr zufrieden mit der Zahlungsdisziplin der Kreditnehmer und Kreditnehmerinnen, diese würden alles daran setzen, ihre Tilgungsraten pünktlich zurückzuzahlen.

2022 gewährte die ZLK zudem vier Betriebshilfedarlehen. Das sei im Rahmen der Vorjahre. Aber für 2023 rechnet Wilfried Kägi aufgrund der Zinsentwicklung mit einem massiven Anstieg der Gesuche für Betriebshilfedarlehen. Diese Entwicklung hätte sich bereits im ersten Halbjahr 2023 abgezeichnet und er ergänzte: «Insbesondere für stark verschuldete Betriebe kann eine Verdoppelung der Kapitalkosten, wie wir es aktuell erleben, existenzbedrohend sein.» Insbesondere, weil diese zusätzlichen Kosten in der Regel nicht auf den Produktpreis überwälzt werden könnten.

Rücktritt und Neuzugang

ZLK-Präsident Regierungsrat Ernst Stocker verabschiedete an der Generalversammlung die langjährige Mitarbeiterin Edith Brüngger und Elisabeth Pflugshaupt. Pflugshaupt gehörte während 18 Jahre dem Vorstand und dem Ausschuss an.

«Während ihrer Amtszeit hat Elisabeth Pflugshaupt zusammen mit dem Bewilligungsgremium 1893 Gesuche beurteilt und dabei ein Kreditvolumen von 356 Mio Franken gesprochen», hielt Regierungsrat Ernst Stocker rückblickend auf das Wirken von Elisabeth Pflugshaupt fest.

Für den nun vakanten Vorstandssitz springt Christian Baer ein. Der Landwirt bewirtschaftet einen silofreien Milchwirtschaftsbetrieb in Rifferswil. Baer wird als zweiter Vizepräsident zugleich auch im Ausschuss Einsitz nehmen.

Der bisherige zweite Vizepräsident Thomas Müller von der Zürcher Kantonalbank wurde zum ersten Vizepräsidenten und Vorsitzenden des Bewilligungsausschusses ernannt.

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