Schweizer essen wieder etwas mehr Käse

Der Pro-Kopf-Konsum von Käse stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 330 Gramm oder 1.5 Prozent an, dies teilen die Schweizer Milchproduzenten, Agristat, TSM Treuhand und Switzerland Cheese Marketing in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit. Allerdings büssten die traditionellen Käsesorten an Bedeutung ein.

Die 8,3 Millionen Schweizer(innen) konsumierten im vergangenen Jahr 21,37 Kilogramm Käse pro Kopf, das sind 330 Gramm oder 1.5 Prozent mehr als im Jahr 2013. Insgesamt wurden 2014 hierzulande 4597 Tonnen mehr Käse verspeist als 2013. Unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums hat jeder Konsument im Durchschnitt 390 Gramm oder 2 Prozent mehr Käse in Reinkultur bzw. ohne Beimischungen gegessen als im Vorjahr. Unter dem Strich verzehrten Herr und Frau Schweizer leicht weniger Schmelzkäse und Fertigfondue.

Dafür wurden pro Kopf 60 Gramm mehr Quark und 210 Gramm mehr Mozzarella gegessen. «Weiter bevorzugen Konsumenten in der Schweiz vermehrt Halbhartkäse. Davon wurden durchschnittlich 180 Gramm mehr konsumiert, unter anderem Käse mit reduziertem Fettgehalt und 20 Gramm mehr Vacherin Fribourgeois AOP», steht im Communiqué. Traditionelle Käsesorten büssten aber an Bedeutung ein und stünden im Wettbewerb zu regionalen und ausländischen Produkten.

In den vergangenen acht Jahren ist der Anteil von Käse aus dem Ausland stetig gestiegen. Er macht mittlerweile 30 Prozent des Gesamtkonsums aus. Die Branche will dieser Entwicklung mit Rubellosaktionen in den Käsereien entgegen wirken (ab Mai). Ebenfalls dann startet die Schweizweite Kampagne «Swiss Milk Inside» (BauernZeitung Online berichtete).

Die im Artikel erwähnten Zahlen sind Bestandteil der «Milchstatistik der Schweiz 2014», welche im Herbst 2015 erscheinen wird. Hier sind weitere Zahlen zum Käsekonsum zu finden.

jw