Ein Achtzylinder-Motor ist heute meist ein V-Motor, selten auch ein Boxer-Motor mit zwei gegenüberliegenden Zylinderbänken oder W-Motor mit drei Zylinderbänken in der Form eines «W». Achtzylinder-Reihenmotoren sind wegen ihrer Baulänge heute nur noch als Schiffsdiesel zu finden.
Die legendären V8- oder Achtzylinder-Motoren für Autos wie zum Beispiel im Dodge RAM 1500 sind in Europa in Verruf geraten – als trinkfreudige Gesellen, unvereinbar mit heutigen Ansprüchen an Verbrauch und Emissionen.
Mit Ausnahme potenter Sportwagen wie dem Ferrari F430 oder dem Lotus Esprit V8 – wo sie oft noch grössere V12 verdrängen – wurden die Achtzylinder-Motoren daher meist durch V6 mit Turbo-Aufladung ersetzt.
Doch in den USA halten sie sich weiterhin. Ihr Vorteil: Hohes Drehmoment aus niedrigen Drehzahlen. Fast wie beim Diesel, der in den USA aber ungeliebt bleibt. Denn tiefe Drehzahlen senken auch den Verschleiss und fördern die Langlebigkeit.
Immerhin: Das Saufen wurde den Achtzylinder-Motoren abgewöhnt. Statt 25 Liter/100 km und mehr wie noch vor zwanzig Jahren, kommen sie heute auf dem Papier mit der Hälfte aus – und liegen in der Praxis verträgliche 1,5 bis 2 Liter darüber.
Grund sind Innovation wie die variable Ventilsteuerung, die rund 5 Prozent mehr Leistung bei 5 bis 10 Prozent weniger Verbrauch bringt. Oder die Zylinder-Abschaltung, die vier Töpfe bei geringem Leistungsbedarf in die Pause schickt.

