Bodenverdichtung: Die nächste Generation kauft leichtere Traktoren
Zu Bodenverdichtungen macht sich Lukas Brönnimann aus Niedermuhlern im Kanton Bern viele Gedanken. Er wird in den nächsten Jahren den Betrieb seiner Eltern übernehmen und überdenkt die Bewirtschaftungsweise mit schweren Maschinen.Lukas Brönnimann und Hans Werner Külling machen sich nicht erst seit dem nassen 2021 intensive Überlegungen für eine struk-turschonende Bodenbewirtschaftung ohne Fahrspuren. Wir schauen den beiden Landwirten auf den nächsten Seiten über die Schultern.
Während Lukas Brönnimann den Betrieb seiner Eltern bald übernehmen wird und vor allem auf leichte Maschinen achtet, fand Hans Werner Külling die Lösung für eine sorgsame Bodenbefahrung im technischen Bereich. Beide Praktiker wollen die Ertragsstärke der Böden erhalten und die Bodenfruchtbarkeit noch verbessern.
Bodenschonung durch richtigen Reifendruck und zugkräftigen Traktor
Hans Werner Külling optimiert im Acker die Reifendrücke auf das jeweilige Betriebsgewicht und den Bodenzustand. Um die Zugkraft zu verbessern, überträgt er Maschinengewicht auf die Vorderachse des Traktors und verzichtet auf Zusatzgewichte.Die Gewichte heutiger Landmaschinen führen bei den beiden Landwirten allerdings zu Stirnrunzeln. Hans Werner Külling spricht gar von einem Trauerspiel, wenn er an die Zuckerrübenernte denkt mit Maschinengewichten, welche beispielsweise auf der Strasse zu hoch und nicht zulässig wären. Er versucht, den Boden so zu bewirtschaften, dass dieser die Lasten tragen kann und die Arbeitseffizienz gegeben ist und nutzt dazu eine Reifendruck-Regelanlage.
Külling bewirtschaftet 75 Hektaren im schaffhausisch-deutschen Grenzgebiet und legt zum Teil grosse Distanzen auf der Strasse zurück. Er braucht schlagkräftige Maschinen, achtet dabei jedoch auf die Gewichtsverteilung und ist begeistert von der Reifendruckregelanlage. Ob Strasse oder Acker, er wählt den jeweils passenden Reifendruck. Dadurch benötigt er dadurch weniger Zugkraft, die Fahrspuren sind weniger tief und der Traktor muss weniger schwer sein.
Sollten sich die nassen Bedingungen der Getreideernte 2021 wiederholen, wird Lukas Brönnimann die nassen Stellen mit dem Motormäher ausmähen und auf festem Boden einen Walm für den Mähdrescher legen. Die Frage, ob dies effizient ist, stellt sich für ihn nicht. Schäden an der Bodenstruktur sind unbezifferbar und somit keine Option.

