«Unsere Natur hat die Kraft, Energie zu spenden. Das möchten wir auch für nächste Generationen bewahren. Swisstainable dient uns als Wegweiser für eine verantwortungsvolle Welt des Tourismus», sagte Romy Bacher im Impulsreferat zum Regio-Tag, der kürzlich stattfand.
Die Leiterin Nachhaltigkeit beim Schweizer Tourismus-Verband informierte auf Einladung des Trägervereins Culinarium über das Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable. Dieses steht allen touristischen und tourismusnahen Betrieben offen. Bei Swisstainable handelt es sich nicht um eine neue Zertifizierung. «Bestehende Zertifizierungen, Initiativen und Programme werden integriert und anerkannt, sofern sie gewisse Standards erfüllen», sagte Bacher. Das kostenlose Programm Swisstainable bietet drei Levels mit unterschiedlichen Anforderungen an.
Arbeitskräften Sorge tragen
Im Podiumsgespräch brachte auch Roger Lang von Gastro Union seine Meinung ein. Für ihn gilt eine Branche als nachhaltig, wenn sie sowohl ökologische wie auch soziale Aspekte beachtet. Bereits vor Corona sei derArbeitskräftemangel in der Gastronomie ein Thema gewesen. «Wir stellen einen verstärkten Druck auf die Arbeitszufriedenheit fest und möchten diesen Teufelskreis durchbrechen.» Deshalb hätten sie eine Unterschriftensammlung «Gemeinsam gegen Personalmangel» gestartet. Das sorgte unter den Podiumsteilnehmenden für eine angeregte Diskussion. Denn die sozialen Aspekte wie Arbeitszufriedenheit oder bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind eine grosse Herausforderung für die Gastronomie- und Tourismusbranche.
Kasse muss stimmen
Die Forumsteilnehmenden stellten einhellig fest, dass Nachhaltigkeit kein Nischenthema mehr ist. Politik, Wirtschaft und Konsumenten hätten verstanden, dass in Zukunft alle daran arbeiten müssen, verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. «Wir wollen mit unserem Bio-Hotel zeigen, dass ein nachhaltiges Betriebskonzept wirtschaftlich funktionieren kann und muss», so Richard Butz vom Bio-Schlosshotel Wartegg. Auf die Frage von Culinarium-Geschäftsführer Urs Bolliger, ob das «Feu sacré» für Nachhaltigkeit regional unterschiedlich ausgeprägt sei, meinte Romy Bracher: «Nein, es ist allerorten ein Bedürfnis, sich dafür zu engagieren.»

