Die Digitalisierung ist auch in der Landwirtschaft auf dem Vormarsch. Ob alltägliche Kleinigkeiten, wie die WhatsApp-Gruppe der Erntehelfer, Apps zur Erfassung der Tiergesundheitsdaten oder ganze Betriebsmanagement-Software. All diese Hilfsmittel versuchen auf ihre Weise, den Betriebsalltag zu vereinfachen oder zu optimieren. Seit einiger Zeit befassen wir uns zu Hause ebenfalls mit einem digitalen Projekt in Form eines nachgerüsteten GPS-Systems. Ziel: Neben schön gerader Saat auch das präzise Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln und Dünger dank Einzeldüsen- und Teilbreitschaltung bei den Geräten.
Grosse anfängliche Zeitinvestitionen
Wie bei so manchen neuen Geräten, ist die Zeitinvestition am Anfang jedoch nicht zu unterschätzen: Einschalten und Losfahren ist eine Illusion. Ein Beispiel: Beim Düngerstreuer, der durch Isobus – das Standardprotokoll, das den Austausch von Daten und Informationen zwischen Traktoren und Anbaugeräten dank einer universellen Sprache ermöglicht –, mit dem Traktorterminal verbunden ist, kann in Zukunft nur noch der gewünschte Dünger am Terminal ausgewählt, anschliessend eingefüllt und ausgebracht werden. Zusätzlich kann noch die gewünschte Ausbringmenge pro Hektare angepasst werden. Damit dies möglich ist, braucht es die Vorbereitungsarbeit. Jeder Dünger, den man verwendet, muss in der App des Herstellers gesucht und die entsprechenden Streuer-Einstellungen müssen am Terminal vorgenommen und abgespeichert werden.
Nächster Schritt: Feldgrenzen-Erfassung
Weiter geht es nun mit der Feldgrenzen-Erfassung durch das Abfahren der einzelnen Parzellen. Für die Einstellungen am Terminal konnte das Regenwetter genutzt werden, aber für das Aufnehmen der Parzellengrenzen sind gute Bodenbedingungen voraus-gesetzt.

