«Besser zweimal denken»

Nach 37 Jahren gibt Ruedi Burgherr, der bekannte Experte für Unfallverhütung, in der Landwirtschaft das Zepter weiter.

Ruedi Burgherr ist seit 1981 der Geschäftsführer der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL). Anfang Februar hat Thomas Frey seine Nachfolge angetreten. Ende April soll Ruedi Burgherr die Führung definitiv übergeben. Wir blicken auf die Amtszeit zurück und wollen wissen, wie es nun weitergeht.

Herr Burgherr, putzt Ihre Frau die Fenster nur mit einem Seil gesichert?

Ruedi Burgherr: Nein, das muss sie nicht, denn sie kann die Fenster öffnen. Ausserdem haben wir eine Haushaltleiter, die in jeden Haushalt gehört, damit niemand auf einen Stuhl steigen muss. BUL und Ihr Name werden oft im gleichen Zug erwähnt.

Sind Sie der Vater der BUL?

Die BUL gibt es etwa seit 1954. Sie war bis zu meiner Zeit immer ein Einmannbetrieb. Als ich angefangen habe, hatte die BUL 230 Stellenprozent. Heute sind wir rund 50 Mitarbeiter. Mein Ziel war es, dass jeder Bauer wissen soll, dass es eine Beratungsstelle für Unfallverhütung gibt. Denn ich denke, wenn jeder weiss, dass es eine BUL gibt, denkt er vielleicht auch mehr an die Unfallverhütung. Darum wurde ich zum BUL-Ruedi, den die Leute kennen, weil ich die BUL bekannt gemacht habe. Ich habe immer gut mit Zeitungen zusammengearbeitet. Daher und von Vorträgen kennen die Leute mein Gesicht.

Wie kamen Sie zu dem Thema Unfallverhütung in der Landwirtschaft?

Ich habe bis 1976 Agronomie studiert. Danach half ich zuerst auf dem Betrieb der Schwiegereltern. Zudem habe ich Interviews für die grüne geführt. Und in der Futtermittelbranche habe ich auch gearbeitet. Ich suchte etwas mit einem hohen Dienstleistungsfaktor. So landete ich 1980 bei der BUL. Hier konnte ich alles, was ich bisher gemacht hatte, wieder brauchen. Schule geben, Klauen schneiden, Artikel schreiben.

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Interview Jasmine Baumann

Das vollständige Interview mit dem Experten lesen Sie in der Printausgabe der BauernZeitung vom 23. Februar.