Am vergangenen Wochenende herrschte in Muotathal Volksfeststimmung. Tausende Besucherinnen und Besucher von Nah und Fern besuchten den zweitägigen 28. Alpchäsmärcht. Die Stände der 16 Alpkäser waren passend geschmückt.
Verschiedene Produkte
Insbesondere am Sonntag war der Andrang gross. Es herrschte prächtiges Wetter. OK-Präsident Christian Föhn zog eine durchwegs positive Bilanz: «Insgesamt haben zirka 14 000 Käsefans unseren Markt besucht und 7500 Kilo Alpkäse eingekauft», er-klärte er. Aber auch die übrigen 30 Aussteller zeigten sich mit dem Besucheraufmarsch und den Verkaufszahlen zufrieden.
Im Angebot standen zum Beispiel feine Fleischspezialitäten aus Muotatal, Schafwollprodukte oder «Triichäli» aller Art, mit und ohne gestickten Riemen.
Ein spezieller «Chäsmärcht» war es für das einheimische Ehepaar Köbi und Marlies Gisler. Die beiden sind sehr kreative Persönlichkeiten und boten am Alpchäsmärcht zum 25. und für sie letzten Mal schöne selbst gebaute Weihnachtskrippen sowie Altholz-Dekorationen an. «Wir erlebten sehr angenehme, erfolgreiche Zeiten, doch nun sind wir pensioniert und möchten etwas kürzertreten», sagte Marlies Gisler.
Einer der 16 Alpkäsereibetriebe, die mit einem Stand vertreten waren, wird von Heiri und Agnes Schelbert aus Weggis bewirtschaftet. Sie gehen auf die Alpen Stahli und Zingel in Muotathal z Alp. Heuer sömmerten sie 20 Kühe und 35 Milchziegen. Sie verkästen alle Milch – sowie etwas zugekaufte Milch – selber. «Wir verkaufen unseren Alp- und Geisskäse jeweils an Private. Der Alpchäsmärcht ist für uns ein wichtiger Absatzkanal», erklärte Heiri Schelbert.
Hundeshow im Freien
Jedes Jahr wird am Alpchäsmärcht eine spezielle Attraktion auf dem Freigelände geboten. So gab es schon eine Schafschur-, Trychler- oder eine Wildiheuershow. Dieses Jahr wurde viermal eine Hundeshow gezeigt. Dabei wurden diverse Hunderassen vorgestellt, die im Alpgebiet zum Einsatz kommen. Täglich begleiten die treuen Vierbeiner ihre «Chefs» bei schönem und schlechtem Wetter, ohne zu murren, und leisten wertvolle Dienste.
Heimelige Atmosphäre
Auch das übrige Rahmenprogramm war attraktiv. Verschiedene Ländlerformationen, Alphornspieler und Fahnenschwinger sorgten für eine heimelige «Chäsmärcht»-Atmosphäre. Auch der urchige Unterhaltungsabend vom Samstagabend kam beim Publikum gut an. Die Gäste wurden auch in kulinarischer Hinsicht verwöhnt. So zum Beispiel mit Älplermageronä oder «Fänz» (süsser Brei mit frischen Heidelbeeren).

