1. Florian Margreitter in Bludenz (Vorarlberg/A): Milchviehhaltung und Gebrauchskreuzung für eine vielseitige Vermarktung
Der Landwirt Florian Margreitter in Bludenz (Vorarlberg/A) vermarktet erfolgreich das Fleisch seiner Milchvieh-Herde. Neben der innovativen Vermarktung ist auch die konsequente und konsumentenorientierte Gebrauchs-Kreuzung in seiner Milchvieh- Herde bemerkenswert.
2. Jérôme Kretz in Witternheim (Elsass/F): Kühe füttern und Boden nähren – bodenschonend ohne Pflug
Jérôme Kretz in Witternheim (Elsass/F) «füttert» den Boden gezielt innerhalb der Fruchtfolge: «Pfluglos ist besser für das Bodenleben und rentabler als der Pflug.» Dadurch erzielt er mit zwei Kulturen pro Jahr sehr hohe Hektar-Erträge. Die grösste Herausforderung ist – das sagt Kretz selbst – «der Betriebsleiter».
3. Kathrin Rehders bei Hamburg (D): Landwirtschaft in der Stadt mit Gemüsegärten zum Mieten
Kathrin Rehders in Norderstedt bei Hamburg (D) ist eine junge Bäuerin auf dem familieneigenen Hof mit 80 ha Acker und Grünland. Auf vielen Reisen durch die Welt sammelte sie Ideen und setzt diese um. Sie weiss, wie Städter ticken und bietet darum Pensionspferde-Haltung und Mietwohnungen an. Dazu Kindergeburtstage, Kindergruppen, Kuschelstunden mit den Eseln sowie Gemüsegärten mit über 20 Gemüsesorten zur Selbst-Ernte.
4. Roger Sidler in La Chapelle d’Andaine (Normandie/F): 8500 Liter Milch aus eigener Futterproduktion
Landwirt Roger Sidler in La Chapelle d’Andaine (Normandie/F) hat die Milchleistung pro Kuh in den letzten Jahren von 10 500 Liter
auf 8500 Liter reduziert. Dank geschlossenen Kreisläufen verdient er unter dem Strich aber deutlich mehr und ist unabhängiger. Bei der Fütterung der Biogas-Anlage fährt er dieselbe Strategie: betriebseigen und unabhängig.
5. Julia Nissen in Bargum (Schleswig-Holstein/D): Zwischen Kind, Küche und Kuhstall – Landleben als Lifestyle
Bloggerin Julia Nissen in Bargum (Schleswig-Holstein/D) ist Expertin für landwirtschaftliche Kommunikation. Sie hat Hauswirtschaft gelernt und Landwirtschaft studiert, ist Ehefrau eines Landwirtes und Mutter. Julia Nissen arbeitet beim Forum Moderne Landwirtschaft, einer digitalen Plattform der deutschen Landwirtschafts-Verbände. Sie plant grosse Events in deutschen Städten und vermittelt Landwirte an Publikumsmedien. In ihrem Blog «Deichdeern» berichtet sie vor allem für die Städter auf humorvolle Art vom
Landleben.
6. Ingo Metzler in Egg (Vorarlberg/A): Vermarktung von «Genuss vom Bauernhof» inklusive Heumilch
Der Landwirt Ingo Metzler in Egg (Vorarlberg/A) macht seinen (Ferien-)Bauernhof für seine Gäste und Besucher begreifbar. Vom Kuh-Laufstall über das Ziegen-Tollhaus mit Besuchergalerie bis zur Kleintier-Kuschelzone. Dazu kommen der Kräutergarten, die Produktion von Käse und die Molke-Kosmetik.
7. Anton Sidler in La Chapelle d’Andaine (Normandie/F): Vermarktung von «La vache heureuse»
Für Anton Sidler in La Chapelle d’Andaine (Normandie/F) gehört die Zukunft den glücklichen Kühen. Im Rahmen des Projektes «La vache heureuse» setzt er auf gesunde und langlebige Kühe, die hochwertige Milch produzieren. Das Resulat ist eine nachhaltige und faire Milch-Produktion, bei der sich Mensch und Tier respektieren. Durch agronomische und ökologische Innovationen verbessert er sein Einkommen. Seine 800’000 Liter Jahres-Milchmenge verkauft Sidler direkt an Grossverteiler.
8. Susanne Engelhardt in Leipheim (Bayern/D): Ackerbau, Straussen-Produktion und -Vermarktung
Die Bäuerin Susanne Engelhardt in Leipheim (Bayern/D) hat 2015 den CeresAward in der Kategorie «Unternehmerin» erhalten für die
«Vielseitigkeit ihrer Landwirtschaft». Neben herkömmlichem Ackerbau und Bullenmast züchtet sie mitten im Schwabenland Strausse. Mit 30 Zucht-Straussen und 400 bis 500 Küken sowie Jung-Straussen bewirtschaftet sie eine der grössten Straussen-Farmen Deutschlands.
Der Strickhof Innovations-Tag
Freitag, 30. November 2018,
9.15 bis 16 Uhr
Strickhof in 8315 Lindau ZH
Beitrag: 80 Franken, inkl. Verpflegung
(kostenlos für JULA-Mitglieder)
Anmeldung bis 23. November 2018
«Innovativi Buure»
Marktöffnungen, Initiativen, Wetterkapriolen und zwischenmenschliche Themen stellen Bäuerinnen und Landwirte vor grosse Herausforderungen.
«Innovativi Puure» informiert und motiviert Bäuerinnen und Landwirte, ihre Ideen durch Planung und professioneller Begleitung zum
Erfolg zu verhelfen. Dabei ist es auch möglich, erfolgversprechende Projekte mit einem Beitrag anzustossen.
Das Angebot richtet sich an die gesamte landwirtschaftliche Branche: Landwirte, Bäuerinnen, Winzer, Gemüse- und Obst-Bauern. Beispiele für Innovationstätigkeiten sind:
- «Di fair Milch»
- Agro-Tourismus
- Unternehmens-Organisation
- Hofbeiz
- Events
- Direktvermarktung
- Nebenerwerb
- Beeren-, Gemüse und Obstanbau sowie
- die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette

