Er habe den Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Branchenorganisation Proviande «bereits eingefädelt», sagte der neu gewählte und am Montag vereidigte Berner SVP-Nationalrat Ernst Wandfluh auf Anfrage. Wandfluh hatte sein Engagement ordnungsgemäss auf der Liste der Interessenbindungen angegeben.
Normalerweise ist es den Mitgliedern des Nationalrats als Milizparlamentariern gestattet, Verwaltungsratsmandate zu behalten. Im Fall der Proviande liegt der Fall aber anders. Grund dafür ist, dass Proviande mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag ausgestattet ist. Bis im Mai werde eine Nachfolge gefunden sein, sagte Ernst Wandfluh.
Die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft ist als Genossenschaft organisiert. Sie erbringt zum grossen Teil Leistungen am Markt, erfüllt gemäss ihren Statuten aber auch Leistungsaufträge des Bundes. Wandfluh war erst letztes Jahr in den Verwaltungsrat der Proviande gewählt worden.

