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Kommentar: Höhere Anbauflächen bei Futtergetreide kontern Extremforderungen

Die Bauern müssen auf die Wünsche der Konsumenten Rücksicht nehmen. Die höheren Anbauflächen von Futtergetreide sind dabei ein Schritt in die richtige Richtung, wie Hans Rüssli in seinem Kommentar schreibt.

Die Nutztierfütterung ist neben dem Tierwohl ein wichtiges Thema, das die Schweizer Bevölkerung beschäftigt. Das Futter, welches unsere Nutztiere fressen, soll frei von Gentechnik sein und aus der Schweiz stammen, so fordert es die Bevölkerung. Man könnte diese Wünsche als populistische Lippenbekenntnisse von verwöhnten Konsumentinnen und Konsumenten abtun, aber so einfach ist es nicht. Die Schweizer Bauern können das Volk, welches Eier, Milch, Käse von ihren Nutztieren kauft, nicht auswechseln.

Dieses Volk kauft ihre Produkte und deshalb müssen oder sollten die Bauern gemäss den Wünschen der Käufer produzieren. Dass 2020 fast 40 Prozent mehr Futterweizen produziert werden, geht in die richtige Richtung. Es ist zu hoffen, dass diese Entwicklung kein Strohfeuer bleibt, sondern anhält. Dabei setzt die Trinkwasser-Initiative noch zusätzlichen Druck auf, indem sie unter anderem die klare Forderung eingebaut hat, dass nur noch Bauern Direktzahlungen erhalten sollen, welche das Futter für ihre Nutztiere selber auf ihrem Hof produzieren. Oder umgekehrt, nur noch so viele Nutztiere halten, wie der eigene Hof ernähren kann. Höhere Anbauflächen bei Futtergetreide sind gute Argumenten gegen allfällige Extremforderungen.

Ernteschätzung 2020: 2700 Hektaren mehr Futterweizen

Der Inlandanteil an Futtermittel soll erhöht werden. Heuer wurden 40 Prozent mehr gesät. Das Ziel von 20 000 ha Futterweizen ist aber noch weit weg. Hier geht es zum Artikel.

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