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Wirtschafts-News: «Zahlen Daten Fakten» (1)

Das Jahr 2019 begann für viele Landtechnik-Hersteller so, wie das letzte Jahr endete: Durchzogen wie ein Bauernspeck. Es gibt aber auch positive Ausnahmen.

Kuhn pflügt den Markt erfolgreich

Der Schweizer Industriekonzern Bucher Industries hat 2018 den Gewinn wie schon Vorjahr davor markant gesteigert: Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 23  auf 278 Mio Franken, die EBIT-Marge um einen halben Punkt auf 9,1 .

Der Reingewinn erhöhte sich um 28  auf 215 Mio, der Umsatz stieg um 16  auf 3,1 Mrd Franken. Alle Sparten des Schweizer Misch-Konzerns haben dabei zweistellig zugelegt.

Die Landtechnik (Kuhn Group) als grösste Sparte allerdings «nur» um +12 . Dies, weil u.a. die Bauern in Nordamerika die chinesischen Strafzölle spürten. Die europäische Milch- und Viehwirtschaft und insbesondere der wichtige Markt Frankreich blieben dagegen stabil.

Quelle: Bucher Industries

Robert Aebi übernimmt Klotz+Noll

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH mit Sitz in Wittlich (DE) übernimmt mit Klotz+Noll einen weiteren Standort in Deutschland. Die Übernahme des Standorts inklusive der gesamten Belegschaft im hessischen Wölfersheim erfolgt im April 2019.

Durch die Übernahme steigt die Mitarbeiterzahl von Robert Aebi Landtechnik in Deutschland auf rund 80 Mitarbeitende. Mit der Übernahme sollen Synergien genutzt und die Spezialisierung weiter vorangetrieben werden. In enger Zusammenarbeit mit John Deere wolle man die Präsenz und den Service in der Region weiter ausbauen und optimieren.

Quelle: Robert Aebi Landtechnik AG

Robert Aebi verzichtet auf Agrama

Die Robert Aebi Landtechnik AG nimmt nicht mehr an der Agrama teil. 2020 wird demnach in der Schweizer Fachmesse für Land- und Forsttechnik kein John Deere zu sehen sein – mit 15 Prozent Marktanteil immerhin die zweitwichtigste Traktoren-Marke in der Schweiz.

Die Agrama wird vom Schweizerischen Landmaschinenverband (SLV) seit 1977 in der Bernexpo in Bern veranstaltet. Auf 60 00 Quadratmeter zählt sie in fünf Tagen jeweils rund 50 00 Besucher.

Quelle: Robert Aebi Landtechnik AG

SIMA macht der Agritechnica Konkurrenz

Die landwirtschaftliche Fachmesse SIMA 2019 verzeichnete mit 230 00 Personen eine stabile Besucherzahl. Fachleute aus aller Welt kamen nach Paris, um Innovationen kennenzulernen, über Herausforderungen der Agrarwirtschaft zu diskutieren und nach konkreten Lösungen für ihren beruflichen Alltag zu suchen.

Mit mehr Ausstellern (+12,5  aus 42 Ländern), 25  ausländischen Besuchern aus 140 Ländern und 400 internationalen Delegationen positioniert sich der Salon International du Machinisme Agricole (SIMA) als französisches Pendant zu den Messen Agritechnica und EuroTier in Deutschland.

Quelle: SIMA

SDF ist stark bei 80 bis 100 PS-Traktoren

Die SDF-Gruppe mit ihren Marken Deutz-Fahr, Hürlimann und Same konnte im rückläufigen Schweizer Traktorenmarkt 2018 ihren Marktanteil um 3,1  auf 20,2  steigern. SDF liegt damit unter den Schweizer Importeuren und mit ihrer Prestige-Marke Deutz-Fahr jeweils auf dem 3. Platz.

In der Klasse von 80 bis 100 PS ist SDF mit 42,1  Schweizer Marktführer. In der Klasse von 180 bis 220 PS erreicht SDF starke 27,3  Marktanteil.

Quelle: Same Deutz-Fahr Schweiz AG

Ramseier zeigt, wo Bartli den Most holt

Die Ramseier Suisse AG hat ihren Umsatz 2018 auf 153 Mio Franken gesteigert (+2 ). Das Unternehmen mit den Traditions-Marken Ramseier, Sinalco und Elmer hat in den drei Abfüllbetrieben in Sursee LU, Hochdorf LU und Elm GL über 205 Mio Einheiten produziert (+6 ).

91 00 Tonnen Mostobst haben die Ramseier-Mostereien 2018 verarbeitet. Das entspricht rund 60  der Schweizer Ernte. Damit ist die Ramseier Suisse AG ein wichtiger Partner der Schweizer Obstbauern.

Quelle: Ramseier Suisse AG

Lely: Mit Robotik über 9 Prozent Wachstum

Der niederländische Landmaschinenhersteller Lely erzielte 2018 einen Ertrag von 416 Millionen Euro (+9 ). In Europa und Asien konnte Lely stark wachsen, in Nordamerika stagniert der Markt wegen sinkenden Milchpreisen.

Nach dem Verkauf der Raufutteraktivitäten an AGCO 2017 konzentriert sich Lely auf Robotik und Betriebsmanagement – und erwartet 2019 Aufträge in Rekordhöhe.

Quelle: Lely

Für Lemken ging 2018 die Saat auf

Lemken hat 2018 trotz schwierigen Rahmenbedingungen seinen Umsatz auf 380 Mio Euro gesteigert (+6 ). Der Exportanteil liegt unverändert bei 77 . Stärkster Markt bleibt Deutschland (+8 ). In Westeuropa liefen die Geschäfte positiv, in Kanada und den USA konnte Lemken erneut zweistellig wachsen. Russland war 2018 der zweitgrösste Exportmarkt für Lemken.

Mit über 1600 Mitarbeitern und einem Umsatz von 380 Mio Euro gehört Lemken zu den führenden Spezialisten für den professionellen Pflanzenbau in Europa. Das Familienunternehmen produziert am deutschen Stammsitz in Alpen sowie in Haren und im indischen Nagpur Landmaschinen zur Bodenbearbeitung, zur Aussaat und zum Pflanzenschutz.

Quelle: Lemken