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Die Trockenheit hinterlässt Spuren im Sortenvergleich Zuckerrüben

Der trockene Juni machte den Zuckerrüben im Aaretal zu schaffen. Über die kiesigen Stellen liessen sie sichtbar die Köpfe hängen.

Was bisher geschah - Redaktorin Geraldine Zutter vergleicht auf ihrem Betrieb in Münsingen BE fünf Zuckerrübensorten und kombiniert diesen Vergleich mit zwei Bodenbearbeitungsverfahren. «die grüne» berichtet in jeder Ausgabe, wie sich die Zuckerrüben entwickeln. - Ein Teil der Parzelle wurde im Mulchsaat-Verfahren angebaut, der andere Teil wurde gepflügt. - Am 5. April 2025 wurden je fünf Conviso-Smart-Sorten gesät: Smart Beppina, Smart Edytka, Smart Manja, Smart Rossada, BTS 4825. - Die Sorten Smart Beppina und Smart Edykta hatten späteren Reihenschluss als die anderen Sorten. - Im gepflügten Teil nahm Ehrenpreis überhand bei den Sorten mit spätem Reihenschluss, währenddessen der Mulchteil unkrautmässig sauber blieb.

Im Juni 2025 regnete es einzig am 7. Juni richtig. Danach blieb es einen ganzen Monat lang trocken und heiss. Bei dieser extremen Wettersituation waren die Unterschiede der Bodenqualität eindrücklich sichtbar (siehe Drohnenbild).

Im Aaretal schlängeln sich viele Kiesadern über die Parzellen. Dort liessen die Zuckerrüben die Köpfe hängen. Die Blätter standen in der letzten Juni- und ersten Juli-Woche nicht einmal mehr über Nacht auf, da sogar die Taubildung fast vollständig ausblieb. In den Parzellenteilen mit tiefgründigem Boden blieben die Zuckerrüben während der ganzen Trockenheitsdauer grün. Dort bildeten sich wegen des warmen Wetters bereits erste Blattflecken. Ausgerechnet dann hätte der erste Fungizidsplit gegen Cercospora erfolgen sollen. Mit der Applikation wurde aber noch zugewartet, da eine Behandlung kaum sinnvoll gewesen wäre, wenn bei mehr als der halben Fläche die Rübenblätter am Boden liegen.

Endlich fällt ein Goldregen und die Rüben werden wieder grün

Am 6. Juli, nach einem Monat Trockenheit, fiel endlich der langersehnte Regen. Mit ihm hoben die Zuckerrüben auch ihre Blätter wieder. An den ganz trockenen Stellen sind die untersten Blätter aber bereits abgestorben. Die 15 mm Regen konnten diese nicht mehr zum Leben erwecken. Nach dem Regen wurde am 9. Juli dann der erste Fungizidsplit appliziert.

Der Rübenrüssler und Cercospora sind im Anmarsch

Doch nicht nur die Trockenheit und Blattflecken machen den Rüben zu schaffen, bald auch die Larven des Rübenrüsslers. Dieser hat bereits seine Eier in die Stängel gelegt, was anhand der schwarzen Einstichstellen erkennbar ist. Stellt sich die Frage, ob sich die Larven nur durch die Stängel fressen werden oder sich wie im vergangenen Jahr in den Rübenkopf hineinbohren werden. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

Der Rübenrüssler hat seine Eier abgelegt. Daraus schlüpfen gefrässige Larven.
Der Rübenrüssler hat seine Eier abgelegt. Daraus schlüpfen gefrässige Larven.