Lehrlingsalltag: Wohltuende Düfte bei der Duftrosenernte

Der angehende Zierpflanzengärtner ist gerade dabei, Duftrosen zu ernten. Eine belohnende Arbeit, die David Leuthard sehr schätzt.

Mein Highlight dieser Woche? Ohne Frage die Blütenernte der Duftrosen! Es ist Nachmittag, die Sonne strahlt auf unsere Köpfe herab. Unser Rosengarten steht in Blüte. Rot-, Rosa-, Gelb- und Weisstöne vermischen sich im Erntekorb, den wir um unsere Hüfte tagen.

Wir sind eine kleine Truppe von vier Leuten und pflücken die duftenden Blätter. Beim Sammeln der Blüten ist darauf zu achten, nur die offenen und einwandfreien einzusammeln. Verblühte sowie sich öffnende werden stehen gelassen. Der richtige Zeitpunkt besteht nicht viele Tage. Mehr als einmal füllen sich die geflochtenen Weidenkörbe.

Bei den Trocknungsöfen angelangt, verteile ich die Blüten gleichmässig auf den Sieben. Es kommt vor, dass ich hierbei grüne Überreste der Kelchblätter (die Blätter der Blütenknospe, bevor sie sich öffnet) und äussere Blütenblätter, die nicht schön sind, aussortiere.

Zu trocknen sind sie bei 40°C, bis ihnen ihre Feuchtigkeit entzogen ist. Die getrockneten Blätter sind nicht nur schön zum Anschauen, sie können auch gegessen werden. Wir verarbeiten sie in Tee- und Gewürzmischungen. Der Rosenzucker schmeckt ausgezeichnet auf Desserts. Ich schätze es sehr, dass mein Beruf so abwechslungsreich und an die Jahreszeiten gebunden ist. Dadurch bin ich so oft es geht draussen und erlebe einen intensiven Tag.

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