«Ich möchte mein Know-how stärken»

Diese Woche berichtet Barbara Ritter von der Bäuerinnenschule am LZ Liebegg in Gränichen.

Warum besuchen Sie die Ausbildung Bäuerin?

Die Landwirtschaft und ihre Herausforderungen begleiten mich, aufgewachsen auf einem Bauernhof, seit Kindertagen. Über meinen beruflichen Weg im Büro des Schweizer Bauernverbands bis heute, wo ich mit meiner Familie und zwei Lernenden einen Betrieb bewirtschaften darf. Mit der Ausbildung zur Bäuerin möchte ich mein Know-how in verschiedensten Bereichen stärken und Neues lernen, das ich direkt auf unserem Betrieb umsetzen kann.

Wie empfinden Sie den Stadt-Land-Graben? Wo spüren Sie diesen?

Ich denke, dieser vergrössert sich laufend. Dies merke ich vor allem bei politischen Fragen in Bezug auf Landwirtschaft und Ernährung. Es werden Lösungsansätze als ideal angesehen, die für unsere Branche nicht praxistauglich sind. Das Verständnis und vielleicht auch der Wille für einen offenen Dialog fehlen oftmals.

Welches Modul mögen Sie weniger, warum?

Das Modul Produkteverarbeitung ist zwar sehr lehrreich, jedoch für mich als Mutter von drei kleinen Kindern schwierig in den Alltag zu integrieren, da es zeitaufwendig ist und die Produkte frisch und rasch verarbeitet werden müssen. Das zeigt aber auf, dass jede von uns ihre Arbeiten auf dem Hof ihren Ressourcen und Bedürfnissen anpassen kann.

Was braucht der Bauernhof der Zukunft?

Gut ausgebildete, unternehmerisch denkende Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter, die lieben, was sie machen.

Was möchten Sie noch lernen?

Ich möchte in sämtlichen Themen, auf die man als Bäuerin in seinem Umfeld angesprochen wird, mehr Sicherheit erlangen und lernen, allfälligen Kritikpunkten mit guten Argumenten entgegenzutreten.

Zur Person

Name: Barbara Ritter Alter: 33 Jahre Wohnort: Ormalingen BL Erstberuf: Direktionsassistentin Schule: LZ Liebegg