«24 Prozent der Fläche der Schweiz sind bereits geschützt»

Die Produktion von Nahrungsmitteln müsse im Vordergrund stehen, sagte Bundesrat Albert Rösti an einem Auftritt am 1. August. Importierte Lebensmittel würden grösstenteils unter ganz anderen Bedingungen hergestellt.

Der ganze Bauernstand setze sich dafür ein, dass sich die Schweizer Bevölkerung mit möglichst vielen einheimischen Produkten ernähren könne, sagte Albert Rösti beim Besuch des 1.August-Brunchs auf dem Betrieb der Familie Zuber in Ossingen. «Volle Teller und Gestelle werden als Selbstverständlichkeit wahrgenommen», bemerkte der Bundesrat in seiner Ansprache, und weiter: «Dass sich aber bezüglich Versorgungssicherheit und Abhängigkeiten rasch viel ändern kann, haben uns Corona und danach der Ukrainekrieg vorgeführt. Von einem Tag zum anderen änderte sich im Alltag plötzlich vieles.»

Plötzlich war die Versorgung wieder ein Hauptthema

Alles, was im globalen Handel selbstverständlich gewesen war, wurde ohne Vorwarnung in Frage gestellt. Verlässliche Lieferketten brachen ein und die Versorgung wurde in wenigen Tagen zu einem Hauptthema.

«Eine produzierende inländische Landwirtschaft ist wichtig, aber auch gefordert», hielt der Bundesrat fest und sprach damit allen Bauernfamilien aus dem Herzen. Die Produktion von Nahrungsmitteln müsse im Vordergrund stehen – auch hinsichtlich der ständig steigenden Forderungen in Richtung Ökologie und Extensivierung.

«24 % der Fläche der Schweiz sind bereits geschützt», machte Rösti auch mit Blick auf die Biodiversität deutlich und verwies mit aller Deutlichkeit darauf, dass die importierten Lebensmittel grösstenteils unter ganz anderen Bedingungen als in der Schweiz und ausserhalb unserer Kontrolle produziert würden.

Gemeinden sollen bei Windkraft mitreden dürfen

Auch zum Ausbau der Windkraft bezog Bundesrat Rösti Stellung. Er versicherte, dass die Gemeinden nicht um ihr Mitspracherecht gebracht werden dürfen. Damit machte er den Windkraft-Gegnern etwas Hoffnung, denn geht es nach der Kantonsregierung, sollen im Zürcher Weinland zig Windräder gebaut werden.

«Ich spüre im Austausch mit der Bevölkerung immer wieder, dass man die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen muss. Es kommt auf Dauer nicht gut, wenn der Eindruck entsteht, dass Bürgerrechte beschnitten werden», hielt Rösti fest. Auch bei den laufenden Verhandlungen mit der EU sei dies im Auge zu behalten.

30 Helfer am 30. Brunch auf dem Bauernhof

Über 5000 Besucherinnen und Besucher haben laut dem Zürcher Bauernverband die Gelegenheit wahrgenommen, den Nationalfeiertag auf einem Landwirtschaftsbetrieb im Kanton Zürich zu verbringen. Bundesrat Albert Rösti war Gast, und zwar abends auf dem Betrieb der Familie Zuber in Ossingen. Zubers führten den Brunch zum sage und schreibe 30. Mal durch. Zusammen mit 30 Helfern beköstigte die Familie rund 700 Besucherinnen und Besucher.

«24 Prozent der Fläche der Schweiz sind bereits geschützt»
Die Familie Zuber führten den Brunch zum sage und schreibe 30. Mal durch. 700 Besucherinnen und Besucher genossen das reichhaltige Buffet.

Tagsüber genossen unzählige Besucherinnen und Besucher den 1.-August-Brunch auf dem Bauernhof «Im Heidi» im Zürcher Weinland. Für Bundesrat Rösti hat der Bundesfeiertag einen direkten Bezug zur Landwirtschaft und sollte dazu dienen, den Bauernfamilien für ihren Einsatz zu danken – speziell der Familie Zuber.


Landfrauen-Team am Grill

von Nici Peter

In Schleitheim (besser bekannt als Schlaate) im Kanton Schaffhausen wurden dieses Jahr zum ersten Mal die 1.-August-Feierlichkeiten von den Dorfvereinen übernommen.

«24 Prozent der Fläche der Schweiz sind bereits geschützt»
Die Schleitheimer Landfrauen sorgten am Nationalfeiertag für Speis und Trank und gute Stimmung.

Zusammen mit dem Musikverein luden die Landfrauen die Bevölkerung ein. Pünktlich um 16 Uhr folgten die Gäste dieser Einladung und die Festbänke füllten sich. Es kamen mehr Gäste als erwartet, sodass zusätzliche Tische und Stühle herbeigeholt wurden. Während der Musikverein für die musikalische Unterhaltung sorgte, standen die Landfrauen am Grill, am Getränkestand und verkauften über 20 selbst gebackene Torten und Kuchen.


1000 Gäste im Glarnerland

von Sandra Hefti

Vier Glarner Bauernbetriebe öffneten ihre Stalltüren und boten einen köstlichen 1.-August-Brunch an.

«24 Prozent der Fläche der Schweiz sind bereits geschützt»
Die Gäste auf dem Betrieb Riedwald erlebten die herzliche Gastfreundschaft der Bauernfamilien.

Sie bewirteten über 1000 Gäste. Auf dem Betrieb Riedwald in Linthal, inmitten der imposanten Bergwelt, genossen über 300 Besucher ein reichhaltiges Bauernfrühstück. Bereits zum neunten Mal hatten die Familie Peter und Brigitte Schiesser-Steiner und die Familie Stefan und Caroline Schiesser-Spörri zusammen den Brunch organisiert. Die Gäste erlebten die herzliche Gastfreundschaft der Bauernfamilien und genossen die kulinarischen Köstlichkeiten des Glarnerlands.


Speck, Rösti und Trychler

von Martina Häberlin

«24 Prozent der Fläche der Schweiz sind bereits geschützt»
Die Trychler-Gruppe Märstetten zog durch das Festzelt und sorgte für einen würdigen 1. August.

Sechs Betriebe waren es im Kanton Thurgau, die den 1.-August-Brunch durchführten. Alle Brunchbetriebe waren restlos ausgebucht, und dies aus gutem Grund – es gab etwas zu feiern und zu geniessen.
Die Familie Widler in Mettlen bewirtete über 350 Gäste. Auf dem Grill wurden knuspriger Speck, Spiegeleier und Rösti zubereitet. Im Laufe des ­Vormittags zog ein Gewitter auf. Aber die Trychler-Gruppe ­Märstetten vertrieb die ­Gewitterwolken und trug zur festlichen Atmosphäre bei.


«Puura-Zmorga» im Engadin

von Sandro Michael

20 Bündner Bauernfamilien boten auch in diesem Jahr den legendären 1.-August-Brunch auf ihren Betrieben an. Diese kulinarische Tradition ist am Nationalfeiertag nicht mehr wegzudenken und ist längst nicht mehr die einzige Verbindung zwischen Landwirtschaft und Gastronomie.

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Der Bauernverband-Vorstand mit Menduri Willy (Cowboyhut in der Hand, vorne) und Ehrengast Andreas Züllig (2. v. l.).

Das wusste der diesjährige Ehrengast Andreas Züllig zu würdigen. Der ehemalige Präsident von Hotellerie Suisse und langjährige Gastgeber des renommierten Hotels Schweizerhof Lenzerheide kennt den Brunch aus eigener Erfahrung. Dieses Jahr genoss der Vorstand des Bündner Bauernverbands den «Puura-Zmorga» in der Engadiner Bergwelt, genauer gesagt auf 1700 m ü. M. auf der «Engadin River Ranch», dem Landwirtschaftsbetrieb von Menduri Willy in Madulain.

Die Vielseitigkeit des Gastgebers widerspiegelt sich in seinen Betriebszweigen wie Pferdetrekking, Mutterkuhhaltung, Direktvermarktung und Lohnarbeiten. 


Genuss und Geselligkeit

von Melanie Graf

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Die Familie Gemperli sorgte in Nassen für ein grossartiges Buffet und  gesellige Stimmung.

Über 20 Bauernbetriebe boten einen erstklassigen Brunch im Kanton St. Gallen an. Die Frühstücksbuffets waren reichlich gefüllt und die Gäste griffen gerne zu. Sie hatten die Qual der Wahl: Brot und Käse oder doch lieber ein Spiegelei mit Rösti? Neben dem kulinarischen Erlebnis bot der 1.-August-Brunch auch einen Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft und sorgte für Unterhaltung. Während die Kinder in Streichelzoos, Ballenburgen oder Spielecken verweilten, folgten die Erwachsenen den Musikklängen oder plauderten ungezwungen mit den Tischnachbarn.


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