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Zahlen und Fakten rund um die Kartoffel und ihren Wasserbedarf

Wegen ihrer südamerikanischen Herkunft mag die Kartoffel gemässigtes Klima. Fehlt der Niederschlag, muss bewässert werden. Welche Rolle dabei der Boden spielt – und wo die meisten Kartoffeln wachsen – zeigen diese Infografiken.

Glossar Feldkapazität (FK):

Der Wassergehalt, den ein zuerst wasser-gesättigter Boden nach zwei bis drei Tagen noch halten kann. Totwasseranteil (TW): Dieses Wasser befindet sich in sehr kleinen Poren und kann von Pflanzen nicht aufgenommen werden. Denn je kleiner die Pore, desto grösser muss die Saugkraft sein, die die Pflanzen nicht endlos steigern können. nutzbare Feldkapazität (nFK): Das ist der Wasservorrat im Boden, der von Pflanzen genutzt werden kann. Es gilt: nFK = FK – TW. FK, TW und nFK werden gemessen: - in mm Bodenwasser. Im Beispiel links entsprechen die Zahlen dem Wassergehalt bis zu einer Bodentiefe von 40 cm. - in Volumenprozent Bodenwasser = mm Bodenwasser je 10 cm Bodenschicht.

Weltweit wird auf gut 18 Millionen ha Kartoffeln angebaut. Das ist eine Fläche, die 4,5 mal so gross ist wie die Schweiz. Bei uns ist die Produktivität übrigens grösser: 2021 produzierten wir 32 t/ha, während weltweit 21 t/ha geerntet wurden. 2022 wurde der Kartoffel-Ertrag auf 36 t/ha gesteigert, meldet Swisspatat.

Anbau und Ernte Kartoffeln 2021
(Quelle: Swisspatat, FAO; Infografik Doris Rubin)

Asien produzierte 2019 mehr als 50 Prozent der weltweiten Kartoffelproduktion. An zweiter Stelle folgt Europa. Die restlichen Weltregionen kommen zusammengerechnet auf einen Fünftel der Gesamtproduktion.

Kartoffelproduktion weltweit 2019
(Quelle: Swisspatat; Infografik Doris Rubin)

Ton-haltige Böden brauchen länger für eine Wassergabe, weil ihre Aufnahmefähigkeit gering ist. Sie können dank grösserer Feldkapazität mehr Wasser speichern und müssen seltener bewässert werden als leichte Böden.

Bewässerung je nach Bodenart
(Quelle: Landesanstalt, Baden-Württemberg; Infografik Doris Rubin)

Während der Knollenbildung brauchen Kartoffeln eine konstante Wasserversorgung – sonst kann es zu Hohlherzigkeit, Keimen oder Kindeln kommen. Die Hauptbewässerungsperiode beginnt im BBCH-Stadium 41, mit der Knollenbildung. Bei einer nFK (siehe Glossar) unter 50 % sollten Speise- und Veredelungskartoffeln bewässert werden.

Wasserbedarf während der Vegetationsperiode
(Quelle: www.alb-bayern.de; Infografik Doris Rubin)