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Nationalrätin Christine Badertscher (Grüne/BE): Die unterschätzte Brückenbauerin

Nationalrätin Christine Badertscher (Grüne/BE) ist die unterschätzte Brückenbauerin zwischen «Hardcore»-Grünen und bürgerlichen Agrarpolitikern. Die Bauerntochter, Umweltingenieurin und Agrarwissenschaftlerin setzt sich klar für eine produktive Landwirtschaft ein. Also gegen mehr Agrar-Freihandel und für eine starke inländische Produktion, die jedoch auch die ökologischen Anliegen berücksichtigt.

Christine Badertscher, Nationalrätin 2019 –

  • Geburtsdatum: 11. Januar 1982
  • Wohnort: Madiswil BE
  • Ausbildung/Beruf: , Bachelor of Science (Umweltingenieurwesen) an der ZHAW in Wädenswil ZH, Master in Life Sciences (Agrarwissenschaften) an der HAFL in Zollikofen BE
  • Partei: Grüne
  • Website: www.christinebadertscher.ch

Parlamentsmandate und politische Ämter


Thematische Schwerpunkte und Einschätzung

  • Christine Badertscher gehört zur kleinen Gruppe der AgrarpolitikerInnen in der Grünen Fraktion, die sich für eine produktive Landwirtschaft einsetzen.

Einfluss auf die Landwirtschaftspolitik

In den «Einfluss-Kreisen der Schweizer Agrarpolitiker» sieht man, dass sich Christine Badertscher klar für eine produktive Landwirtschaft einsetzt. Also gegen mehr Agrar-Freihandel und für eine starke inländische Produktion, die jedoch auch die ökologischen Anliegen berücksichtigt.

Christine Badertscher in den Medien weniger präsent als andere grüne PolitikerInnen. Als Brückenbauerin zwischen den «Hardcore»-Grünen ihrer Fraktion und bürgerlichen Agrarpolitikern ist Badertscher den Medien zu wenig spektakulär.

Dabei ist Christine Badertscher eine der wenigen Grünen, die bei landwirtschaftlichen Themen auch mal gegen ihre Fraktion stimmt. Als Bauerntochter mit vier Jahren Erfahrung beim Schweizer Bauernverband SBV im Bereich Agrar- und Handelspolitik hat sie oft einen weiteren landwirtschaftlichen Horizont als die ParteikollegInnen. Diese Gabe, beide Seite zu verstehen, ist aber nicht nur hilfreich im Parlament.

Wohl auch aus diesem Grund wird Christine Badertscher in Politik und Verwaltung ein «weniger starker Einfluss» auf die Landwirtschaftspolitik zugeschrieben, als sie tatsächlich haben dürfte.






Vorstösse in der 51. Legislaturperiode

Die 10 jüngsten Vorstösse zu Landwirtschafts-Themen

Datum Vorstoss Thema Status
08.06.2023 Interpellation

Was unternimmt der Bund, um das Schweizer Kulturgut, die Obstbrände zu unterstützen?

Vom Bundesrat beantwortet
17.03.2023 Interpellation Was unternimmt der Bund, um inländische Naturprodukte im Nutri-Score nicht zu diskriminieren? Vom Bundesrat beantwortet
27.06.2022 Postulat Spekulation mit Nahrungsmitteln Eingereicht via APK, Annahme im Nationalrat
18.03.2022 Parlamentarische Initiative Flugtransporte bei Lebensmitteln deklarieren In der WBK-N und der WBK-S angenommen
16.12.2021 Interpellation Rückstände von Neonicotinoiden in importierten Lebensmitteln Vom Bundesrat beantwortet
15.06.2021 Motion Tierwohl im Nachhaltigkeits-Kapitel von Freihandelsabkommen aufnehmen Vom Nationalrat angenommen. Die APK-S hat die Motion mit etwas abgeändertem Text angenommen.
08.03.2021 Postulat

Ex-post-Nachhaltigkeitsanalyse beim Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien

Vom Nationalrat angenommen
08.03.2021 Motion Verbindliches Nachhaltigkeits-Kapitel in Freihandelsabkommen Abgeschrieben, weil nicht innert zwei Jahren abschliessend im Rat behandelt
19.06.2020 Motion Keine gesundheitsschädigenden Rückstände von verbotenen Pflanzenschutzmitteln in importierten Lebensmitteln Vom Nationalrat und Ständerat angenommen
06.05.2020 Interpellation Gesundheitsschädigende Chemikalien. Warum toleriert der Bundesrat Rückstände von verbotenen Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln? Vom Bundesrat beantwortet

Mandate (in Zusammenhang mit der Landwirtschaft)

Organisation/Unternehmen Funktion Franken/Jahr
Grüne Kanton Bern Vize-Präsidentin Ehrenamt
Berner Bauernverband Vorstandsmitglied 180-400 Franken
Oberaargauer Bauernverein Präsidentin 300 Franken
Hochstamm Suisse Co-Präsidentin Ehrenamt
Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft Bern OGG Vorstandsmitglied 1825 Franken
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB Vorstandsmitglied 900 Franken
Foodwaste.ch AG Verwaltungsrätin 1450 Franken
International Certification Bio AG Mitglied Lenkungsgremium 800 Franken

Wahlkampf-Budget für die Eidgenössischen Wahlen 2023

Für die Nationalratswahlen 2023 gelten erstmals neuen Regeln für mehr Transparenz bei der Politikfinanzierung: Die Parteien und Kandidaten müssen ihre Wahlkampf-Budgets ab 50’000 Franken offenlegen.

Bekanntgabe folgt.


Persönlicher Mitarbeiter

Jedes Ratsmitglied kann einen persönlichen Mitarbeiter bestimmen, der Zugriff auf vertrauliche Protokolle erhält und deshalb dem Amtsgeheimnis untersteht (siehe «Wer sind die persönlichen Mitarbeitenden der Nationalräte und Ständeräte?»).

  • Lukas Reinhard (Junior Programme Manager beim Hilfswerk für Entwicklungszusammenarbeit Swissaid)

Zutrittsberechtigte

Jedes Ratsmitglied kann je zwei Zutrittsberechtigte bestimmen, die in der Regel als Lobbyisten im Bundeshaus wirken (siehe «Wer sind die Zutritteberechtigten der Nationalräte und Ständeräte?»).

  • Eva Schmassmann (Plattform Agenda 2030)
  • Fabienne Thomas (Leiterin Nationale Politik der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz aeesuisse)

Quellen

Parlamentsmandate und politische Ämter:Biografie Andreas AebiThematische Schwerpunkte und Einschätzung: «die grüne»-Umfrage bei Beobachtern aus Politik und Medien Einfluss auf die Landwirtschaftspolitik: «Einfluss-Kreise der Schweizer Agrarpolitiker» Vorstösse in der 51. Legislaturperiode (max. 10):Eingereichte Vorstösse von Andreas AebiMandate:LobbywatchPersönliche Mitarbeitende:Register der persönlichen MitarbeitendenZutrittsberechtigte:Register der Zutrittsberechtigten

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