Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Wandern, wo die Zeit stillsteht

Reiseberichte | Wandern, wo die Zeit stillsteht

Ein leichter Hauch von Pinie liegt in der Luft, am tiefblauen Himmel kein Wölkchen, zu unseren Füssen jedoch eine Wolkendecke, dicht und wattig, die keinen Blick auf El Hierros Westküste und den Atlantik zulässt. In der Ferne, wie die Spitze eines Sombreros, ist der Teide auszumachen, der höchste Berg Teneriffas, der Kanaren, von ganz Spanien. Und bei genauem Hingucken sieht man, wenn auch im Dunst arg weichgezeichnet, die Nachbarinseln La Gomera und La Palma.

Zurück in die Zukunft

Es ist früher Vormittag, die Temperatur angenehm warm, gegen 24 Grad, und zusammen mit meiner Partnerin Regina und Wanderleiter Rüdiger Otto stehe ich auf dem Malpaso. Hier oben, 1501 Meter über dem Atlantik, steht man auf El Hierros höchstem Punkt. Hier oben weitet sich nicht nur der Blick, hier oben kreuzen sich auch diverse Wanderwege. Denn die kleinste der grossen Kanareninseln ist eine Wanderinsel par excellence. Weitab von den unter dem Ansturm von Touristenmassen leidenden anderen Kanaren, einzig bedrängt vom stürmische Wellen werfenden Atlantik, döst die westlichste Insel des Archipels weitgehend ungestört vor sich. 

Wie damals vor fünfzehn Jahren, als ich diese Vulkaninsel zum ersten Mal besuchte. Damals war ich überwältigt von der Ruhe und Unaufgeregtheit, die über dem Eiland liegt, von der Freundlichkeit der Einheimischen und dem Fehlen grosser Ferienanlagen. Damals notierte ich: «Auf El Hierro gibt es keine Discos, kein Nachtleben, keinen Rummel, dafür das kleinste Hotel der Welt und Natur pur – faszinierende Lavawüsten im Süden und Westen, märchenhafte Nebelwälder und mediterrane Pinienwälder im Zentrum, saftiges Weideland im Südosten, Weinberge, Bananen- und Ananasplantagen im Westen. Wenn die Stille das Gebirge hinter den Wörtern ist, muss die Ruhe dieser schroffe Vulkanfelsen im Atlantik sein.»

Aus der Zeit gefallen

Nichts scheint verändert seit damals, nur die Bevölkerungszahl ist leicht gestiegen – lebten damals rund 9000 Herreños auf der Insel, sind es heute knapp 2000 mehr. Auf El Hierro komme es ihm jeweils vor, als reiste man in der Zeit zurück, sagt Rüdiger Otto, «kaum vorstellbar, dass man vor 50 Jahren auf den andern Kanaren-inseln auch in dem bedächtigen Rhythmus von El Hierro gelebt hat».

Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!