Bauernzeitung | Logo | Home
Nordwestschweiz
Publiziert: 12.03.2019 / 18:29
Wallis: Kein Erbarmen mit Murmeltieren

In Zermatt VS sind Murmeltiere so zahlreich, dass sie zu einer regelrechten Plage geworden sind. Im vergangenen Herbst mussten Jäger deshalb Dutzende Nager schiessen. Am Dienstag hat das Kantonsparlament ein Postulat abgelehnt, das Gnade für die "Murmeli" forderte.

170 Murmeltiere brachten Jäger auf Anordnung des kantonalen Jagdamts zur Strecke. Aber die Massnahme erregte die Gemüter der Touristen und bewegte einige Walliser Parlamentarier zum Handeln. Der Walliser Grosse Rat liess sich jedoch nicht erweichen. Er lehnte das Postulat mit 85 zu 29 Stimmen bei 6 Enthaltungen deutlich ab.

Betäubt und woanders ausgesetzt

Die Postulanten hatten vorgeschlagen, dass die Murmeltiere betäubt, eingefangen und anderen Orten wieder ausgesetzt statt getötet werden sollten. Das seien keine schönen Bilder für den Tourismus, sagte Michaël Graber (SVP), einer der Postulanten.

Viele Parlamentarier erachteten die im Postulat vorgeschlagenen Massnahmen als unverhältnismässig. "Murmeltiere mögen es nicht überall", gab Urban Furrer (CVP) zu bedenken. Zudem stellten die Baue und Gänge der Nager, die auf Weiden schwer zu sehen sind, eine Gefahr für Bauern und Nutztiere dar. Es habe bereits Unfälle gegeben, warnte Franziska Biner (CVP).

sda

Spannende Geschichten per E-Mail erhalten

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten aus der Landwirtschaft, unterhaltsame Videos, die neuesten Marktpreise und aktuelle Stellenangebote: Melden Sie sich jetzt kostenlos für den Newsletter an.

Ähnliche Artikel

Wölfe im Wallis: Jetzt dürfen alle Jäger schiessen

Das Walliser Kantonsparlament hat den Druck auf Meister Isegrim erhöht. Der Grosse Rat hat ein Postulat gut geheissen, das allen Jägern ermöglichen soll, sich an einem bewilligten Wolfsabschuss zu beteiligen.
12.03.2019

10 Wölfe im Wallis

Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) Wallis meldet: Im vergangen Jahr wurden zehn Wölfe auf dem Kantonsgebiet identifiziert.
12.03.2019

Ihr Beitrag wird überprüft. Beleidigende, rassistische, nicht in Schriftsprache verfasste oder nicht sachbezogene Beiträge werden gelöscht.