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Ostschweiz
Publiziert: 12.07.2018 / 11:10
Zu wenig Niederschläge - Wasserentnahmeverbot

Ab Freitag gilt im Kanton Thurgau ein teilweises Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern. Betroffen sind vor allem Gemüsebauern, die ihre Felder aus Bächen und Flüssen bewässern.

Regen sei im Kanton Thurgau seit drei Monaten Mangelware, heisst es in der Mitteilung des Amtes für Umwelt vom Donnerstag. Die Wärme der vergangenen Wochen, die hohe Verdunstung oder der Wind hätten die Situation verschärft. Die Wasserstände von Bächen und Flüssen, aber auch die Erträge aus Quellen seien zurückgegangen. Der Pegel des Bodensees liege 60 Zentimeter unter der Norm.

Das Departement für Bau und Umwelt setzt deshalb ab Freitag für den ganzen Kanton ein teilweises Verbot für die Entnahme von Wasser in Kraft und folgt damit einer Empfehlung des Fachstabs Trockenheit.

Verbot schon mehrmals notwendig

Die Massnahme betrifft nicht nur Bäche, Flüsse und natürliche Weiher, sondern unter anderem auch Teiche für die Fischaufzucht oder Kanäle für die Nutzung von Wasserkraft. Ausgenommen sind vorläufig Bodensee und Rhein. Auch Entnahmen aus dem Grundwasser oder aus Quellen bleibt bis auf weiteres erlaubt.

Solche Verbote gab es im Kanton Thurgau bereits 2015, 2011, aber auch 2006 und 2003.

Für eine Normalisierung der Wasserstände brauche es in den kommenden Wochen ausgiebige und lang andauernde Niederschläge, heisst es in der Mitteilung.

sda

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