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Zentralschweiz
Publiziert: 19.02.2019 / 15:30
Neue Wege durch Bauers Wiesen

Der neue Wanderwegrichtplan liegt auf. Die Absichten in der Region Luzern betreffen auch die Landwirtschaft.

Nur noch bis heute, 19. Februar liegt in 24 Gemeinden der Region Luzern der neue regionale Teilrichtplan Wanderwege öffentlich auf. Es ist der erste dieser Art, künftig soll das ganze Kantonsgebiet neue solche Richtpläne erhalten. In der Region gab es bisher zwar bereits einen Wanderwegrichtplan aus dem Jahr 1997, dieser sei aber veraltet und soll aufgehoben werden.

Viele neue Wege

Im neuen Teilrichtplan werden teils bestehende Wanderwege aufgehoben, die meist befestigten Wege oder Strassen bleiben aber als solche bestehen. Neu sollen dafür unbefestigte Wanderwege gebaut werden, teils auch durch das Kulturland. So sind neue unbefestigte Wege beispielsweise in Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Ebikon, Emmen, Gisikon, Greppen, Horw, Malters, Meggen und weitern Gemeinden durch Wiesland geplant, teils unmittelbar parallel zu bestehenden befestigten Wegen. Vielerorts ist bei bestehenden befestigten Wegen auch ein Belagsrückbau vorgesehen.

Unbefestigt statt befestigt

Die meisten der rund 100 Vorschläge wurden vom Verein Luzerner Wanderwege ausgearbeitet. Dieser hat das Ziel, möglichst viele Wege nicht mehr auf asphaltierten Strassen zu führen, weil das für Wanderer attraktiver und sicherer sei, wie Projektleiter Elias Vogler erklärte. Den Auftrag für die Überarbeitung des Richtplanes gab der Gemeindeverband LuzernPlus, dem 24 Gemeinden von Vitznau bis Hildisrieden und von Schwarzenberg bis Meierskappel angehören. Nach der Mitwirkung soll der Teilrichtplan überarbeitet und von der LuzernPlus-Delegiertenversammlung verabschiedet werden. Dieser wird danach vom Regierungsrat genehmigt und ist für die Gemeinden behördenverbindlich.

Bauern jetzt mitwirken

Die Wege sind somit in der kommunalen Nutzungsplanung zu erfassen und die Gemeinden haben gemäss Weggesetz für die Realisierung zu sorgen. Es ist deshalb sinnvoll, wenn Landwirte sich bei ihren Gemeinden erkundigen und Einsicht in die Massnahmenblätter verlangen. So kann bei Bedarf jetzt schon mitgewirkt werden. Auch der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV) wird aufgrund der grossen Betroffenheit der Landwirtschaft zum Richtplan Wanderwege kritisch Stellung nehmen.

js

Weitere Informationen unter: www.luzernplus.ch

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