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Tierhaltung
Publiziert: 08.02.2019 / 10:17
Bisonfleisch als Superfood

Bisonfleisch ist fettarm und enthält wenig Cholsterin. Die Nachfrage steigt, aber die Haltung ist kein Zuckerschlecken.

Was als gesund gilt, wird schnell zum Trendprodukt. Das Zeigt sich derzeit an verschiedenen sogenannten Superfoods. Nach Cranberries und Chia-Samen haben Schweizer Konsumenten anscheinend die Bisons entdeckt.

Ein Wildtier auf der Weide

Gesetzlich gelten Bisons als Wildtiere - und das sind sie auch: sie können sich durchaus aggressiv verhalten. Auch sonst haben sie wenig mit einer Kuh gemeinsam, besonders was die Vorschriften zur Haltung angeht. Das Bundesamt für Veterinärwesen schreibt etwa grosse Aussengehege (mindestens 500 m2), einen Witterungsschutz, einen Baum zum Scheuern und eine Suhle vor. Zudem müssen Bisons auf der Weide von einem Jäger oder Wildhüter erlegt werden.

550 Schweizer Bisons

Trotz dieser Hürden gibt es in der Schweiz immerhin 13 Betriebe, wo Bisons gehalten werden. Diese sind in der Swiss Bison Association organisiert und wünschen sich mehr politische Unterstützung. Bisher muss ein Bauer mindestens 200 Bisons halten, damit sich die hohen Haltungskosten rechnen.

Importiert dem Rindfleisch zugeordnet 

Während im Innland Bisons als Wildtiere gelten, ordnet die Zollverwaltung importiertes Bisonfleisch dem Rindfleisch zu. Daher sind Zahlen zu den Importen dieser Fleischsorte gesondert nicht verfügbar   

jsc

Bisons und Wisente

Kürzlich machte das Projekt Wisent Thal Schlagzeilen, das Wisente im Kanton Solothurn als Wildtiere ansiedeln will. Anders als Wisente, die in früherer Zeit in Europa heimisch waren, lebten Amerikanische Bisons nie in diesem Gebiet. In Grösse und Gewicht sind die beiden Arten vergleichbar.

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