Schweiz-International
Publiziert: 14.02.2018 / 17:12
Welt-Biomarkt legt weiter zu

Schweizerinnen und Schweizer haben nach wie vor mit dem höchsten Bio-Pro-Kopf-Konsum. Der Gesamtmarkt beträgt rund 90 Milliarden Dollar.

Die Schweiz bleibt ein Bio-Eldorado. Pro Kopf konsumierten die Schweizer auch im Jahr 2016 weltweit am meisten, nämlich Bioware im Wert von 315 Franken. Damit erreichen wir einen Anteil von 3% an den globalen Bio-Einzelhandelsumsätzen, wie die neuesten Zahlen des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick zeigen.

USA bleiben grösster Markt

Diese Zahlen zur globalen Entwicklung präsentiert man alljährlich an der Weltleitmesse Biofach in Nürnberg. Dort konnte man sich diese Woche über weiteren Zuwachs freuen. Der Gesamtmarkt ist auf geschätzte 89,7 Mrd $ (85 Mrd Fr.) angewachsen, das sind knapp 10% mehr als 2015.

Der grösste Markt bleiben die USA mit 38,9 Mrd $, gefolgt von Deutschland, Frankreich und China. Den höchsten Marktanteil erreichen die Bioprodukte in Dänemark mit 9,7%.
Auch die Fläche hat erneut kräftig zugenommen und zwar um 15% oder 7,5 Mio ha auf 57,8 Mio ha total. Die höchsten Anteile halten hier Australien, wo allerdings der grösste Teil Weidefläche ist (27,2 Mio ha), gefolgt von Argentinien (3 Mio ha) und China (2,3 Mio ha). Europas Biobauern bewirtschaften mit 13,5 Mio ha rund einen Viertel, nämlich 23% der Welt-Biofläche. Die grösste Fläche in Europa bewirtschaften mit 2,02 Mio ha die spanischen Biobauern.

Die höchsten Anteile biologisch bewirtschafteter Flächen haben die drei Agrarzwerge Liechtenstein (37,7%), Französisch-Polynesien (31,3%) und Samoa. Auf Rang 4 folgt aber bereits Österreich mit 21,9%, in der Schweiz sind es 13,5%. Der globale Anteil am gesamten Landwirtschaftsland ist aber mit etwas über einem Prozent immer klein.

Am meisten Bauern in Indien

Was die Anzahl biologischer Produzenten angeht, bleibt Indien mit 835 000 das Mass aller Dinge, auf den Rängen zwei und drei folgen Uganda, Mexiko und Äthiopien, alle drei mit gut 200 000 Bewirtschaftern. In einigen Entwicklungsländern ist die biologische Bewirtschaftung oft eine nicht ganz freiwillige Wahl, da den Bauern schlicht das Geld fehlt, um in synthetische Produktionsmittel zu investieren.         

akr

Weitere Informationen: www.organic-world.net

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