Bauernzeitung | Logo | Home
Wohnen
Publiziert: 07.11.2018 / 12:29
Wegwerfen oder waschen?

Soll ich mein Baby mit Einwegwindeln wickeln oder mit Stoffwindeln? Diese Frage müssen sich alle Eltern irgendwann stellen. Der Trend geht aber in Richtung Stoffwindeln. Das stellt Rosemarie Dütschler fest. Sie verkauft Stoffwindeln in allen Farben und Mustern in ihrem Laden in Amriswil und über ihren Online-Shop. 

Rosemarie Dütschler wickelte ihre Tochter während der ersten drei Monate mit Einwegwindeln. «Aber ich war damit nicht glücklich.» Zudem störte sie sich daran, dass sie nun plötzlich die dreifache Müllmenge hatte. Sie suchte im Internet nach einer umweltvertäglicheren Variante. «Ich fand in der Schweiz nur ein einziges Angebot für Stoffwindeln und diese waren viel teurer als in den anderen Ländern.»

Also nahm die junge Mutter die Sache selbst an die Hand und startete 2012 mit einem Online-Shop für Stoffwindeln. Das lief sehr gut. «Aber ich merkte auch, dass sich die Eltern eine Beratung wünschen», sagt die 35-Jährige. Und so eröffnete sie einen kleinen Laden, indem sie auch Work-Shops anbietet. 

Ökologischer und günstiger

Für Dütschler haben Einwegwindeln wie Stoffwindeln ihre Daseinsberechtigung. Für sie überwiegen aber die Vorteile von Stoffwindeln: «Sie sind gut für Babys Haut, für die Umwelt und fürs Portemonnaie, vor allem, wenn sie für mehr als ein Kind verwendet werden», sagt Dütschler. Ihr persönlicher Favorit sind Komplettwindeln mit Einlagen. Praktisch findet sie auch Höschenwindeln mit Überziehhöschen. Komplizierter als das Wickeln mit Einwegwindeln sei es übrigens auch nicht. «Es braucht ein bisschen Übung bis man den Dreh raus hat», gibt Dütschler zu. Aber das ist auch bei Einwegwindeln so.  

sgi

Den ganzen Bericht sowie einen Kostenvergleich zwischen Stoff- und Einwegwindeln gibt es  am 9. November in der BauernZeitung.

Ab dem zweiten Kind rentierts

Ein Baby verbraucht im Schnitt drei bis vier Windeln im Tag. Rechnet man damit, dass ein Kind mit zwei bis drei Jahren trocken ist, ergibt das einen Windelverbrauch von zirka 5000 Stück. Je nach Marke gibt man da gut und gerne zwischen 800 und 2000 Franken pro Kind für Einwegwindeln aus.

Für Stoffwindeln muss man zwar auch mit 1000 bis 1500 Franken für ein Komplettset rechnen, aber das ist eine einmalige Anschaffung. Ab dem zweiten Kind fallen nur noch die Kosten fürs Waschen und Tumblern an, während die Anschaffungskosten bei Einwegwindeln plus die Kosten für den zusätzlichen Müll gleich bleiben.

sgi

Ähnliche Artikel

Ausflugtipp: Die Bären sind los

Im Appenzeller Volkskunde-Museum in Stein AR dreht sich in einer Sonderausstellung alles um den Bär. In der Bärenwerkstatt kann man sogar sein eigenes Bärli kreieren.
19.01.2019

Video: Willemien Verbeek an der Agrama

Willemien Verbeek ist Bäuerin in den Niederlanden. «Ich blühe bei einem Risiko auf», sagt sie. Mit Freude und Risikobereitschaft übernahm sie auf dem neu zugekauften Milchviehbetrieb die Verantwortung. Leider kam dann nicht alles so, wie sie dachte. Unterdessen sind die Kühe verkauft und die Milchrechte verpachtet.
12.12.2018

Ihr Beitrag wird überprüft. Beleidigende, rassistische, nicht in Schriftsprache verfasste oder nicht sachbezogene Beiträge werden gelöscht.