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Ostschweiz
Publiziert: 12.10.2018 / 16:08
Volksmusik ist in

Jung, gut aussehend und gut gelaunt sorgen die «Seerugge Feger» in Festzelten und auf Openair-Bühnen garantiert für Stimmung.

Vier junge Männer aus der Region Hörhausen, dem Thurgauer Seerücken-Gebiet, machen Furore mit ihrer Band «Seerugge Feger». Seit 2012 machen die vier Cousins zusammen Volksmusik mit Rock n’ Roll-Einflüssen. Ein Bass, ein Schlagzeug und zwei Schwyzerörgeli sind eine selten gesehene Kombination. 2013 spielten sie an der 1. August-Feier der Schweizer Garde im Vatikan. Ein Jahr später erreichten sie den 2. Platz im Musikantenstadl-Nachwuchswettbewerb mit ihrem Hit «Made in Switzerland». 2015 kam ihre erste CD und dieses Jahr nun die zweite mit dem Titel «Das tuet wie d Sau». Mit grossen Auftritten spielen sie sich langsam in die Reihe der Schweizer Volksmusikstars wie Francine Jordi und Trauffer.

Wart ihr schon als Kinder beste Freunde?

Fabian: Wir sind alle im gleichen Dorf oder im Nachbardorf aufgewachsen. Damals waren wir oft im Wald zusammen und haben abseits von Eltern unsere Räubergeschichten gespielt.

Tobias: Wir kennen uns in- und auswendig. Das trägt bestimmt dazu bei, dass wir so gut harmonieren. Die Musik ist unsere gemeinsame Leidenschaft. Auch wenn mal ein Wochenende kein Auftritt ist, verbringen wir unsere Freizeit zusammen.

Ihr seid Cousins, wie seid ihr zur Musik gekommen?

Tobias: Durch die Familie. Wir sind eine grosse Familie, die Mansers, und immer wenn jemand Geburtstag feiert, kommen alle zusammen. Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Dann werden die Instrumente ausgepackt und wir musizieren.

Fabian: Ich habe das Schlagzeugspielen von Tobias gelernt. Als ich besser wurde als er, musste er etwas anderes finden und hat angefangen mit dem Schwyzerörgeli (lacht).

Warum gerade das Schwyzerörgeli?

Tobias: Unsere Väter sind bis ende Jahr noch als «Die Manser Buebe» mit Schwyzerörgeli und Kontrabass unterwegs und machten früher bereits Tanzmusik. Später ist dann auch die Formation «Die jungen Manser Buebe» entstanden. Das bin ich mit meinem Bruder und drei weiteren Cousins.

Fabian: Die «Seerugge Feger» sind die dritte Formation unserer grösseren Familie. Die Musik und das Musizieren vor Publikum haben wir quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Unsere Verwandten sind wahnsinnig stolz, dass wir so viele Erfolge feiern können. Und sie unterstützen uns jederzeit.

Woran orientiert ihr Euch?

Tobias: Ein musikalisches Vorbild ist sicher Melissa Naschenweng. Die junge Österreicherin ist ein Superstar in der Schlager- und Volksmusikszene. Sie hat bereits drei erfolgreiche Alben veröffentlicht und tritt in ganz Europa auf. Ihre Auftritte und Videos sind höchst professionell. Daran sehen wir auch, was alles noch möglich ist. Wir entwickeln uns stetig weiter.

Fabian: Noch ist es aber kein Thema, dass wir unsere Arbeitsstellen – wir alle sind voll arbeitstätig – aufgeben für die Musik. Wir geniessen es, wie es jetzt läuft. Das Band-Projekt ist unser wichtigster Ausgleich zur Arbeit. Und jeder Schritt nach vorne motiviert uns, noch weiter zu gehen.

Was waren Eure Highlights bisher im 2018?

Fabian: Das Heitere Openair. Das war ein lange gehegter Traum, der wahr geworden ist. Wir haben das erste mal live vor 8000 Leuten gespielt. Da haben wir vor dem Konzert schon zwei- dreimal ins Publikum geschaut und Hühnerhaut gekriegt. Aber auch der Silvesterstadl war grossartig und das Alpenland Musikfestival in Bürgeln. Wir haben dieses Jahr 50–60 Auftritte.

Habt ihr schon Groupies?

Tobias: (Lacht) Nein wir sind nicht die klassischen Frauenhelden. Es gibt keine Skandale. Aber Phillipp hat seine Freundin an einem unserer Auftritte kennengelernt. Sie hat ihn angesprochen und gesagt, sie habe sich auf der Bühne in ihn verliebt. Nun sind sie seit 12 Monaten ein Paar und ziehen bald zusammen.

Interview Nadine Baumgartner

 

Lesen Sie das ganze Interview in der BauernZeitung vom 12. Oktober, im Regionalteil Ostschweiz.

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