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Kochen
Publiziert: 10.06.2018 / 07:56
Tiefkühlen: 7 Tipps zum Erfolg

Tiefkühlgeräte sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Sie dienen als Lagerraum für Fertiggerichte, Früchte, Gemüse, Kräuter und Blüten, Fleisch, Fisch, Backwaren und vieles mehr. Nachfolgend 7 Tipps wie das Tiefkühlen zum Erfolg wird.

 

Truhe oder Schrank?

Truhen verfügen über eine bessere Nutzung des Gefrierraumes. Schränke hingegen sind übersichtlicher und die Bedienung ist einfacher.

Tiefkühlfächer über dem Kühlschrank erfordern eine Kennzeichnung mit vier Sternen für eine langfristige Lagerung. Ein bis drei Sterne weisen darauf hin, dass nur eine begrenzte Lagerzeit möglich ist.

Benötigter Kühlraum pro Person

Für eine vierköpfige Familie werden pro Person zirka 80 Liter Tiefkühlraum pro Person empfohlen. Ist der Selbstversorgungsgrad hoch, erhöht sich der Bedarf bis auf 120 Liter pro Person. 

Kühlungstemperatur

Die Temperatur für eine qualitative und langfristige Lagerung im Kälteraum beträgt mindestens minus 18 Grad Celsius.

Energieverbrauch senken

Tiefkühlgeräte sind Tag und Nacht in Betrieb und verbrauchen ungefähr 20 Prozent des Stromverbrauches eines Haushaltes. Setzt sich Eis an, wird der Stromverbrauch erhöht, bei zirka fünf Zentimeter verdoppelt er sich. Bei der Wahl ist ein Stromeffizientes Gerät A**** zu bevorzugen 

Bessere Qualität der einzelnen Produkte

Zum Tiefkühlen eignen sich frische, ausgereifte Nahrungsmittel in guter Qualität. Die Verarbeitung muss so schnell wie möglich erfolgen. Durch das Konservieren der erntefrischen Produkte, besteht die Möglichkeit Vitalstoffe zu erhalten. 

Gemüse: Vor dem Tiefkühlen in kochendem Wasser blanchieren und sofort mit Eiswasser kühlen. Durch das Blanchieren wird die Aktivität von Enzymen im Gemüse abgebaut. Diese verändern während der Lagerung in der Kältezone Farbe, Geschmack und verursachen einen Vitaminverlust. Einige Gemüse wie Spargeln oder Rhabarber werden in der Regel roh tiefgekühlt.

Früchte: Sie können Problemlos roh und ohne Zucker tiefgekühlt werden. Insbesondere Beeren eignen sich sehr gut. Bei Erdbeeren ist die Beigabe von etwas Zucker zu empfehlen, da sie nach dem Auftauen diesen nicht mehr aufnehmen können.  

Steinfrüchte: Zwetschgen, Aprikosen, Pflaumen und Co entsteinen und halbiert oder geviertelt tiefkühlen. Beachten: Kirschen mit Stein sind nur sechs Monate lang haltbar, ausgesteint bis zu einem Jahr. Die Kirschsteine enthalten Blausäure, die während dem Gefrierprozess freigesetzt wird und in grossen Mengen giftig ist.

Fleisch und Fisch: Eignen sich sehr gut zum Tiefkühlen. Fett gefriert jedoch nicht gut. Deshalb je weniger fettig Fleisch und Fisch sind, desto haltbarer sind sie. 

Gebäck: Brote, Kuchen oder auch Teige können sehr gut im Tiefkühler gelagert werden. Brot eventuell in Scheiben schneiden und tiefkühlen. Bei Bedarf kann immer so viel aus der Verpackung genommen werden, wie im Moment benötigt wird.

Milchprodukte: Sie eignen sich nur bedingt zum Einfrieren. Was am besten taugt ist Butter. 

Eiskristalle vermeiden

Lebensmittel gut abtropft und ausgekühlt verpacken, damit sich kein Niederschlag in der Verpackung bildet. Zur Erhaltung der Lebensmittelqualität ist ein schnelles einfrieren von Bedeutung. Dadurch entstehen nur kleine Eiskristalle und die Nahrungsmittel bleiben nach dem Auftauen besser in ihrer Form.

Gefrierbrand und austrocknen vermeiden

Das Verpackungsmaterial muss die Kälte gut ertragen. Es schützt die Nahrungsmittel vor dem  Austrocknen und vor Geschmacksveränderungen oder Gefrierbrand. Fleisch oder Gemüse haben Gefrierbrand, wenn sie weisslich und an gewissen Stellen «trocken» sind. Dies ist unschädlich, aber die Produkte erleiden einen Qualitätsverlust. Wichtig ist, dass die Verpackung gut verschlossen wird und dass so wenig Luft wie möglich in den Beuteln enthalten ist. Eventuell lohnt sich der Einsatz eines Vakuumiergeräts.

Andrea Schütz Wicki/BauZ

Haltbarkeit von Tiefkühlprodukten im Überblick

Gemüse:6 bis 12 Monate                   

Früchte: 8 bis 12 Monate

Kräuter: 6 bis 8 Monate

Fleisch/Fisch: 3 bis 12 Monate

Wurst: 1 bis 6 Monate, je salziger desto weniger lang

Eier: 10 Monate

Butter: 6 Monate

Backwaren: 1 bis 3 Monate

Gekochte Gerichte: 1 bis 3 Monate, je salziger desto weniger lang

asw

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