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Viehzucht
Publiziert: 26.11.2018 / 18:01
Swissgenetics: Stabwechsel von Felder zu Böbner

Am Donnerstagabend ging die Delegiertenversammlung in der Vianco-Arena Brunegg über die Bühne. Swissgenetics behauptet sich im Markt trotz weniger Milchkühen. Beliebt sind Samen von Fleischrassen und gesexter Samen. Jetzt mit Fotogalerie und Video.

„Wir haben in Bezug auf die Unternehmungszahlen das Geschäftsjahr 2017/2018 sehr erfolgreich abgeschlossen“ erklärte der Präsident von Swissgenetics, Dominique Savary vor den Delegierten. Besonders die Verkäufe von gesextem Rindersperma stiegen sehr stark an.

 

Gesexter Samen legt zu

Also Folge dieser Verwendung mit der Besamung von Sperma, welche ein Kuhkalb fast sicher garantieren, braucht es weniger Kühe für die Weiterzucht. Deshalb sei die Besamung von Milchkühen mit Fleischrassen-Samen steigend.

Im letzten Geschäftsjahr seine 47,1 Prozent aller Besamungen mit Rindersperma von Fleischrassen erfolgt. Das ist beachtlich, weil zugleich der Markt mit der künstlichen Besamung in der Schweiz schrumpft als Folge der stetig sinkenden Zahl von Milchkühen.

Swissgenetics verspürt zum Glück auch positive Trends. So sind der Verkauf von Samendosen mit Schweizer Herkunft (+1,1%) leicht gestiegen, gar um fast 23 Prozent ist der Verkauf von Samendosen mit gesextem Samen (Selexyon) und weiter der Verkauf von Samen mit Optimis (plus 17%)  gestiegen.

Optimis ist Samen von Jungstieren mit genomisch optimiertem Zuchtwert. Das heisst, von diesen Stieren gibt es noch keine Nachkommen, aber anhand der genomischen Untersuchung und Selektion herrscht gibt es für die Züchter Gewissheit, was ein junger Stier an die Nachkommen vererbt und was nicht.

Böbner kommt für Felder

Der Präsident bedauerte, dass  der ehemalige Direktor Stefan Felder seinen Rücktritt eingereicht hat um seine Energie in ein Familienunternehmen zu stecken. Zum Glück habe man in der Person von Christoph Böbner, aktuell noch Leiter der kantonalen Dienststelle Landwirtschaft, Wald und Natur des Kantons Luzern.

Böbner wird seine Arbeit im Januar 2019 antreten. Der Vizedirektor Ulrich Witschi betonte bei der Vorstellung des Jahresberichtes, dass sich Swissgenetics finanziell gesund präsentiere, weil man sich den neuen Marktgegebenheiten anpasse. Deshalb könne man investieren, aktuell in den neuen Stierenstall in Mülligen AG mit Boxen für die Stiere.

Bei den Gesamterneuerungswahlen wurde Armon Fliri aus Unterengstringen ZH anstelle des zurück tretenden Christian Rubin gewählt. Weiter schafften der bisherige Vorstand und der bisherige Präsident Dominque Savary einstimmig die Wahl. Der Präsident kündigte an, noch drei Jahre im Amt zu bleiben. Auch die weiteren Traktanden genehmigten die Delegierten einstimmig. Im Anschluss an die Versammlung wurden die Töchter der jungen hoffnungsvollen Stiere vorgeführt.

Hans Rüssli

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