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Pflanzenbau
Publiziert: 12.10.2018 / 15:30
Rübenkampagne: Überraschend hohe Zuckergehalte

Trotz stark verbreiteter Blattflecken in der Westschweiz ist der durchschnittliche Zuckergehalt deutlich angestiegen.

Die diesjährige Rübenkampagne startete in Frauenfeld am Sonntag mit der Verarbeitung der Biorüben. Seit Beginn der Kampagne vermeldet die Schweizer Zucker AG (SZU) eine Anlieferung von 47'000 Tonnen Biorüben mit einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 18 Prozent. Aufgrund der erfreulichen Erträge, aber auch infolge einer zwischenzeitlichen Störung bei der Verarbeitung verlängert die SZU die Biorübenkampagne etwas. Dafür musste allerdings die geplante Anfuhr der konventionellen Rüben für die laufende Woche leicht reduziert werden. 

Zuckergehalte angestiegen

Am 3. Oktober konnte die Rübenverarbeitung auch in Aarberg gestartet werden. Bei der ersten Lieferung überrascht der durchschnittliche Zuckergehalt von 17,6 Prozent die SZU. Dieser ist trotz stark verbreiteter Blattflecken deutlich angestiegen.

Technische Störung

Zwei Tage später, am Freitag, wurde infolge einer technischen Störung die Verarbeitung in der Zuckerfabrik Aarberg während mehrerer Stunden unterbrochen. Die Strassenanfuhr musste deshalb unmittelbar gestoppt werden und konnte erst im Verlaufe des Samstags wieder aufgenommen werden.

Neue Transportpartner

Seit dem 1. Oktober rollen in der Westschweiz die ersten Züge mit dem neuen Dienstleistungspartner Sersa Group. Um Transportkosten einzusparen, hat sich die SZU dieses Jahr von der SBB Cargo verabschiedet. Vorerst ist der Transport durch die Sersa Group auf drei Jahre befristet. Gleiches gilt für den Transport der Ostschweizer Zuckerrüben, welcher von Swiss Rail Traffic übernommen wurde. 

Doch ganz reibungsfrei verlief auch der erste Bahntransport in der Westschweiz nicht. Trotz intensiver Vorbereitungszeit und Aufbauarbeit führten Fehler auf diversen Stufen sowie mangelnde Routine der Mitarbeiter zu Verspätungen und vereinzelten Zugsausfällen, wie die SZU begründet. Sie verspricht, für die laufende Woche zusätzliche personelle Ressourcen einzusetzen. 

Zudem gibt es Probleme mit der neu eingeführten Software zur Verwaltung der Lieferdaten. Dies führt dazu, dass teilweise Rübenlieferungen auf dem Pflanzerportal noch nicht ersichtlich sind.

ke/pd

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