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Schweiz-International
Publiziert: 13.12.2018 / 13:55
«Insektensterben aufklären» – Petition eingereicht

Feierlich hat heute ein Zusammenschluss aus verschiedenen Verbänden und Organisationen eine Petition eingereicht.

In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Insekten mehr als halbiert. Der Schweizer Bauernverband, Apisuisse, Naturfreunde Schweiz und Dark Sky haben heute gemeinsam  eine Petition eingereicht, um dem auf den Grund zu gehen.

165'512 Unterschriften

Auf dem Bundesplatz in Bern versammelten sich am Donnerstagkurz vor dem Mittag Personen aus den mittragenden Verbänden und Geimeinschaften und auch einige Parlamentarier mit strahlenden Gesichtern. Sie sind glücklich darüber, dass sie innert kurzer Zeit 165'512 Unterschriften zusammengebracht haben. 

Markus Ritter, der Präsident des Schweizer Bauernverbands ist froh. Für ihn sei das zusammenkommen von sovielen Unterschriften ein Zeichen, dass die Bevölkerung hinter den Insekten und deren wichtigen Funktionen stehen würden. «Die Insekten sind auch für die Landwirtschaft sehr wichtig, Insbesondere die Bienen. Darum ist es wichtig, dass wir jetzt die entsprechenden Forschungsarbeiten Tätigen.»

Auch Karl Vogler, CVP OW, war vor Ort. Er hat im März eine Motion eingereicht zur «Schaffung eines umfassenden Monitorings zur Enwicklung des Insektenbestandes in der Schweiz».

jba

Petitionstext

In den letzten dreissig Jahren ist wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Insekten verschwunden. Das gefährdet nicht nur zahllose Tiere und Pflanzen – der Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlagen steht auf dem Spiel. Deshalb verlangen wir von den Behörden ein rasches und konsequentes Handeln!

Die Verfasser fordern den Bundesrat und das Parlament auf:

  • Die Ursachen und die Tragweite des Insektensterbens in den verschiedenen Regionen der Schweiz wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen und dafür umgehend genügend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
  • Die Aktionspläne Biodiversität, Bienengesundheit und Pflanzenschutzmittel unverzüglich und konsequent umzusetzen.
  • Weitergehende, wirkungsvolle Massnahmen gegen das Insektensterben an die Hand zu nehmen, beispielsweise durch die Förderung von vielfältigen Lebensräumen und die Reduktion der Lichtverschmutzung.
  • Die Bevölkerung für den unermesslichen Wert der Insekten für das Ökosystem und das menschliche Wohlergehen zu sensibilisieren.

 

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