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Schweiz-International
Publiziert: 13.03.2018 / 07:43
Im Königreich der Orangen

In Valencia werden jeden Tag 200 Tonnen Orangen für den Export vorbereitet. Darunter sind auch die Früchte von José Soler.

Liegt in der Schweiz der Schnee, hat José Soler in Spanien alle Hände voll zu tun. Jeden Tag erntet er mit seinem Team 2000 Kilo Orangen. Es ist die Zeit, in der sich die Äste der Orangenbäume unter der Last ihrer Früchte biegen. Es ist die Zeit, in der Orangenbäume in ihrer üppigen Pracht die Strassen und Plätze in Valencia und den umliegenden Städten und Dörfer zieren. Es ist der Schmuck einer Stadt, die vom Orangenanbau geprägt ist.

Orangen aus Valencia

«La Huerta de Valencia» ist der Gemüse- und Früchtegarten vor den Toren der drittgrössten spanischen Stadt. Von hier kommt auch Spaniens berühmtes Nationalgericht: Die Paella. 40 Kommunen (Zusammenschlüsse von Zweckverbänden) bewirtschaften das rund 23 000 Quadratkilometer grosse fruchtbare Land der Provinz Valencia. Dank mildem Mittelmeerklima gedeihen Zitrusfrüchte, Oliven und Mandeln hervorragend. Die Provinz ist inzwischen der wichtigste Orangenlieferant auf dem europäischen Markt. Während in der Schweiz meist nur zwischen Orangen, Mandarinen, Clementinen, Blut- und Blondorangen, mit oder ohne Kerne, unterschieden wird, existieren tatsächlich über 400 verschiedene Sorten.

Die Ernte ist Handarbeit

40 Kilometer von der Hauptstadt am Mittelmeer ins Landesinnere, liegt das kleine Dorf Turis. Für die 6500 Einwohner ist die Landwirtschaft der wichtigste Einkommenszweig. Zwanzig Autominuten vom Dorf entfernt, liegt die Finca von José Vicente Soler Aleixander. Mit seinem Bruder und – je nach Saison – zwei bis vier Angestellten bewirtschaftet er die 250 Hektaren Land, die er von seinen Vater geerbt hat. Neben Gemüse, Tomaten, Mandeln und etwas Oliven sind Orangen das Hauptgeschäft des 55-jährigen Spaniers. Seit September pflückt der Landwirt mit seinen Helfern die Früchte seiner 200 Niederstammbäume. Rund 1000 Kilo pro Person am Tag, sorgfältig von Hand gepflückt, denn die Früchte, die an die Genossenschaft im Dorf geliefert werden, unterliegen strengen Vorschriften. «Qualität ist sehr wichtig. Dafür bekommen wir zwischen 23 und 32 Cent fürs Kilo. Was aber am Boden war, kann nicht mehr verkauft werden», erklärt Soler.

In goldenem Sonnenlicht, bei milden Temperaturen von 15 Grad erntet Soler mit seinem Team noch bis Ende Januar Orangen. Danach stehen Pflegearbeiten an: zurückschneiden der Bäume, anpflanzen, züchten von Setzlingen, Unkraut jäten, Insekten- und Unkrautschutz, aber auch Ausbesserungsarbeiten an der Anlage.

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Ramona Riedener

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